Neuer erlebt champions-league-albtraum: historische nullnummer in paris!

Paris. Manuel Neuer, der sonst so unüberwindbare Rückhalt des FC Bayern, erlebte gestern Abend eine Nacht der Enttäuschung. Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain kassierte der 40-jährige Torwart nicht nur vier Gegentore, sondern verzeichnete eine statistische Rarität: Er parierte keinen einzigen Schuss. Ein Novum, das selbst eingefleischte Fußballfans verstört.

Die zahlen lügen nicht: neuer ohne parade

Die offiziellen Statistiken sind vernichtend. Bei der 4:5-Niederlage im Stade de France blieb Neuer komplett ohne Rettungstat. Das bedeutet, dass der erfahrene Keeper in einem K.o.-Spiel der Champions League zum ersten Mal seit 16 Saisons fünf oder mehr Gegentore ohne eine einzige Parade hinnehmen musste. ESPN bestätigte diesen historischen Tiefpunkt.

Neuer selbst versuchte, die Situation herunterzuspielen. „Man hat gesehen, wie die Tore gefallen sind. Da ist es schwer, etwas auszurichten. Zweimal war es knapp, da hätte ich vielleicht drankommen können“, so der Schlussmann in der Mixed Zone. Er wies darauf hin, dass die Gegentore oft auf starker Leistung des PSG-Angriffs und einem gewissen Pech basierten. „Es war einfach unser Pech, dass der Ball nicht an den Pfosten ging oder wir ihn nicht verteidigen konnten.“

Defensive im blindflug? die rolle der bayern-abwehr

Defensive im blindflug? die rolle der bayern-abwehr

Doch die Schuld allein auf Neuer abzuwälzen, wäre zu kurz gegriffen. Die Bayern-Defensive hatte ebenfalls deutliche Schwächen zu verzeichnen, insbesondere gegen die pfeilschnellen Angreifer von PSG um Khvicha Kvaratskhelia und Ousmane Dembélé. Die Abwehrkette wirkte oft überfordert und ließ zu viele Räume, was Neuer die Aufgabe unmöglich machte. Es war nicht nur seine Leistung, sondern ein kollektives Versagen.

Trotz der ernüchternden Niederlage und der individuellen Schmach will sich Neuer nicht entmutigen lassen. „Fünf Gegentore stören natürlich, aber wir stecken nicht den Kopf in den Sand. Wir schauen nach vorne.“ Mit Blick auf das Rückspiel am kommenden Mittwoch zeigte sich der ehemalige DFB-Schlussmann kämpferisch: „Wenn wir gut aufgelegt sind, können wir der Defensive helfen und es auch besser machen.“

Die Frage ist, ob die Bayern-Defensive in der Lage sein wird, sich in so kurzer Zeit zu fangen und Neuer die nötige Unterstützung zu geben. Die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist alles andere als rosig, aber ein Wunder ist im Fußball immer möglich. Ob Neuer diesen Albtraum schnell hinter sich lassen kann, bleibt abzuwarten. Die kommenden Tage werden entscheidend sein.