Neuer: entscheidung über zukunft erst im mai? bayern-legende hält die welt in atem

Madrid bebte Fußballgeschichte, und im Zentrum stand Manuel Neuer. Der 40-jährige Torwart brillierte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid mit einer Leistung, die seinesgleichen sucht und den FC bayern München einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg sicherte. Doch während die Fans den Wahnsinn feiern, stellt sich die brennende Frage: Was wird aus dem deutschen Rekordkeeper?

Ein abend für die ewigkeit – und eine zukunftsfrage

Ein abend für die ewigkeit – und eine zukunftsfrage

Neuer hielt den Angriff der Madrilenen mit spektakulären Paraden gegen Mbappé und Vinícius Júnior entschlossen auf, eine Leistung, die ihm von BILD die Note 1 einbrachte. Die Frage nach seiner Vertragsverlängerung, die im Sommer endet, liegt wie ein Schatten über dem Jubel. Sportvorstand Max Eberl deutete an, dass Neuer sich vor allem gesund und motiviert zeigen müsse, was die Spannung noch weiter erhöht. Eine Entscheidung wird es offenbar nicht im April geben.

Die Muskelverletzungen in der Wade haben Neuer in den letzten Monaten geplagt und ihn daran gehindert, seinen Rhythmus zu finden. „Die Monate Februar und März wollte ich nutzen, um zu sehen, wo ich stehe. Das hat leider nicht so funktioniert“, erklärte Neuer nach dem Spiel im Estadio Santiago Bernabéu. Er betonte, dass es nicht nur um die Champions League gehe, sondern um den gesamten Wettbewerb. Die Frage, wie es in der Mannschaft aussieht und ob ihm der Spaß am Spiel noch in den Veinen steckt, spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Torwart-Situation beim FC bayern ist aktuell überraschend rosig. Mit Jonas Urbig und Sven Ulreich hat Neuer zwei starke Konkurrenten, mit denen er ein enges und vertrauensvolles Verhältnis pflegt. Die Möglichkeit, sich phasenweise schonen und Urbig Einsatzzeit geben zu können, könnte ein entscheidender Faktor bei seiner Entscheidung sein. Auch die Verantwortlichen des FC bayern scheinen mit seinen Leistungen zufrieden zu sein, wie der Besuch seines Beraters Thomas Kroth im Stadion am Dienstagabend beweist. Ob es dort Gespräche mit der Klubführung gab, bleibt allerdings ungewiss.

Neuer selbst scheint die Flexibilität, die ihm die Konkurrenz bietet, zu schätzen. Die Möglichkeit, einzelne Spiele an Urbig zu delegieren, entlastet ihn und lässt ihm Zeit, seine körperliche Verfassung genau zu beobachten. Es ist ein Teufelskreis, wie er selbst zugab: die Verletzungen haben ihm die Möglichkeit genommen, sich in der entscheidenden Phase zu beweisen.

Die Entscheidung über Neuers Zukunft wird somit wohl erst im Mai fallen. Bis dahin wird die Fußballwelt gespannt sein, ob der deutsche Nationaltorhüter seine Karriere im Verein fortsetzt oder sich einem neuen Kapitel zuwendet. Die Zeichen stehen gut, aber die Entscheidung liegt letztendlich bei ihm.