Neuer: das geschenk der wm und ein letzter tanz im dfb-trikot?
Manuel Neuer, die deutsche Fußball-Legende, steht vor seinem fünften WM-Turnier. Und das, nachdem er sich nach der Heim-EM 2024 eigentlich zurückgezogen hatte. Eine überraschende Wendung, die er selbst als „ein absolutes Geschenk“ bezeichnet. Doch was steckt hinter diesem Comeback und wie weit kann Neuer mit dem DFB-Team in Kanada, Mexiko und den USA vordringen?
Der rekordjäger und seine aura
Mit 40 Jahren ist Neuer nicht nur der älteste deutsche Nationalspieler aller Zeiten, sondern wird bei seinem fünften WM-Auftritt auch Hugo Lloris als WM-Rekordtorhüter ablösen – 21 Einsätze sprechen für sich. Die Frage ist: Kann er nicht nur seine persönliche Bestmarke verbessern, sondern auch dem Team zu neuen Erfolgen verhelfen? Der erfahrene Keeper scheint eine besondere „Aura“ zu verströmen, wie er selbst lachend bemerkte: „Müssen Sie sagen, ich bin ja gerade in den Raum gekommen…“ Es ist diese Zuverlässigkeit, die seinen Mitspielern ein vertrauensvolles Gefühl gibt – auch im hohen Alter.
Die Geschichte von Neuers Rückkehr ist eng mit Julian Nagelsmann verknüpft. Nach seiner Entscheidung, die Nationalmannschaft nach der EM zu verlassen, wurde er von seinem Nachfolger erneut um einen Einsatz gebeten. Ein Angebot, das Neuer nicht ablehnen konnte, insbesondere angesichts der Chance, ein letztes großes Turnier zu bestreiten. „Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen“, betonte er. Diese WM wird also vermutlich seine letzte sein – ein Abschied im großen Stil.

Die balance im team und die herausforderung elfenbeinküste
Neuer selbst ist überzeugt von der aktuellen Mannschaftsmischung. „Wichtig ist der Schlaf, die Ernährung, wie man sich so verhält“, erklärt er, wie er sich fit hält. Eine gesunde Balance aus jungen, agilen Spielern und erfahrenen Kräften, die bereits viel erlebt haben. Gleichzeitig weiß er um die Herausforderungen, die auf die Mannschaft warten. Das Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag in Toronto wird kein Selbstläufer. „Wir wissen, was uns erwartet – aber die Elfenbeinküste weiß auch, was sie erwartet“, so Neuer.
Die „Wade der Nation“, wie die deutsche Presse seinen Fuß liebevoll nennt, ist in bester Form, betreut vom Teamarzt Jochen Hahne. Und so blickt Manuel Neuer mit Zuversicht nach vorne. „Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu, sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen“, sagte er. Die WM 2026 könnte der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere werden – ein letztes, großes Geschenk für den deutschen Fußball.
