Neuer beendet karriere: bitteres wm-aus besiegelt abschied
Ein müdes Lächeln, kaum hörbare Worte: Manuel Neuer hat nach dem schmerzhaften Ausscheiden im WM-Achtelfinale gegen Paraguay seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. Damit geht eine Ära zu Ende, die von Glanzmomenten, Rekorden und letztlich auch von Frustration geprägt war.

Die enttäuschung lastet schwer auf dem rekordtorwart
Für Neuer war es bereits die dritte bittere WM-Enttäuschung in Folge. Nachdem er nach einer schweren Verletzung überraschend von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Turnier zurückgeholt worden war, hatte man gehofft, dass der 40-Jährige der deutschen Mannschaft noch einmal Stabilität verleihen könnte. Doch die Hoffnung zerschlug sich im Elfmeterschießen gegen Paraguay, wo Neuer zwar einen Elfmeter parierte, am Ende aber machtlos war. Sein leises „Ja“ auf die Frage, ob dies sein letztes Länderspiel gewesen sei, ging im TV-Gezerre fast unter – eine Demütigung für eine deutsche Sportlegende.
Lothar Matthäus enthüllte im Anschluss pikante Details hinter den Kulissen: Neuer hatte seine DFB-Karriere eigentlich schon vor zwei Jahren beendet. Nagelsmanns Überzeugungsarbeit war also von besonderer Bedeutung. Die Erwartungen waren hoch, doch das frühe WM-Aus wirft einen traurigen Schatten auf Neuers außergewöhnliche Karriere. Es ist ein Ende, das viele Fans schmerzlich empfinden werden.
Was niemand wirklich thematisiert hat, ist die emotionale Belastung, die dieser Comeback-Versuch mit sich brachte. Die Medienberichterstattung war intensiv, die Erwartungen enorm. Neuer trug die Last einer ganzen Nation auf seinen Schultern, und am Ende war es nicht genug. Die Zahl spricht Bände: Neuer bestritt insgesamt 119 Länderspiele – eine beeindruckende Bilanz, die nun mit einem bitteren Abschied endet. Es bleibt die Frage, wie es für den Weltmeister von 2014, der nun im Alter von 40 Jahren in den Ruhestand geht, weitergeht.
