Hamann schießt hart: nagelsmanns wm-vorbereitung als desaster!
Die Luft ist raus aus dem deutschen Fußball. Nach dem blamablen Ausscheiden bei der WM hat sich TV-Experte Dietmar Hamann mal so richtig zur Wort gemeldet – und Bundestrainer Julian Nagelsmann nimmt’s kräftig ab. Seine Kritik ist unmissverständlich und lässt wenig Raum für Entschuldigungen.

Fehlende vorbereitung und mangelnder teamgeist
Hamann lässt keine Zweifel daran, dass Nagelsmann die WM-Vorbereitung verpfuscht hat. „Er ist ein Typ, der sich kaum Spiele anschaut“, wetterte der ehemalige Nationalspieler im Gespräch mit dem irischen Sender RTÉ, sichtlich aufgebracht. Konkret bemängelt er, dass Nagelsmann es versäumt habe, wichtige Partien der Bundesliga und sogar den Afrika-Cup im Januar zu beobachten, um potenzielle Gegner wie die Elfenbeinküste besser einschätzen zu können. „Er ist nicht hingefahren“, stellt Hamann fest und verweist auf Trainerkollegen wie Thomas Tuchel, Roberto Martínez und Didier Deschamps, die während des Turniers in den USA anwesend waren.
Doch nicht nur die mangelnde Beobachtung ist Hamann ein Dorn im Auge. Er sieht auch den fehlenden Teamgeist als eine direkte Folge der Trainerarbeit. „Es ist die Aufgabe eines Trainers, die Jungs zusammenzuhalten“, betont Hamann. „Das war unter diesem Trainer nie der Fall.“ Er kritisiert, dass die Mannschaft nicht geschlossen aufgetreten sei und dass die Leistungen im Schnitt enttäuschend waren, obwohl es vereinzelt gute Einzelleistungen gab.
Nagelsmann selbst zeigte sich nach dem Ausscheiden kämpferisch und signalisierte seine Bereitschaft, im Amt zu bleiben. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte, und wenn man mich nicht möchte, muss man mir das sagen“, äußerte er bei MagentaTV. Doch Hamanns Worte dürften ihn nun zusätzlich unter Druck setzen. Die Frage ist, ob der DFB dem Coach noch sein Vertrauen schenkt oder ob nach diesem Debakel ein neuer Wind wehen wird.
Die Bilanz ist niederschmetternd: Deutschland scheidet im Sechzehntelfinalegegen Paraguay im Elfmeterschießen aus. Eine Mannschaft, die vor dem Turnier als einer der Titelanwärter gehandelt wurde, scheitert so frühzeitig. Hamann fasst es treffend zusammen: „In dieser Hinsicht habe ich kein Mitleid mit ihm.“
