Neuer all blacks coach: rennie oder joseph? die entscheidung steht bevor
- Die suche geht weiter: wer wird der nächste trainer der all blacks?
- Der auswahlprozess: wer entscheidet?
- Jamie joseph: der herausforderer aus neuseeland
- Ein rückschlag für joseph: der abgang von tony brown
- Dave rennie: der internationale routinier
- Rennies erfolg bei den chiefs und glasgow
- Sir graham henrys unterstützung und aktuelle erfolge
- Fazit: rennie als favorit
Die suche geht weiter: wer wird der nächste trainer der all blacks?
Die Neuseeländische Rugby Union (NZ Rugby) steht vor einer wichtigen Entscheidung: Wer wird die All Blacks in die Zukunft führen? Die Suche nach einem Nachfolger für Scott Robertson dauert an und wird voraussichtlich bis Mitte März andauern. Obwohl viele Namen im Raum standen, kristallisieren sich nun Dave Rennie und Jamie Joseph als die Hauptkandidaten heraus. Andere Vorschläge, wie beispielsweise Warren Gatland, scheinen wenig realistisch.

Der auswahlprozess: wer entscheidet?
Ein Gremium aus erfahrenen Rugby-Experten wird die endgültige Entscheidung treffen. Dazu gehören ehemalige All Blacks Hooker Dane Coles und Keven Mealamu, Vorsitzender David Kirk, High-Performance-Experte Don Tricker und Interim-Geschäftsführer Steve Lancaster. Lancaster und Coles haben bereits Gespräche mit Verantwortlichen der Highlanders in Dunedin geführt und werden nächste Woche nach Japan reisen, um Rennies Team bei den Kobe Steelers zu besuchen. Diese Due-Diligence-Prüfung soll vor den formellen Interviews Klarheit bringen.
Jamie joseph: der herausforderer aus neuseeland
Jamie Joseph hat durch den überraschenden Sieg der Highlanders gegen die Crusaders zu Beginn der Super Rugby Pacific Saison für Aufsehen gesorgt. Dieser Sieg allein ist jedoch kein Garant für den Job. Joseph verfügt über umfangreiche Trainererfahrung, von den Wellington Lions über die Highlanders (mit dem Gewinn des Super Rugby Titels 2015) bis hin zur neuseeländischen Māori-Nationalmannschaft und Japan. Er war bereits 2022 Kandidat für den Posten, den schließlich Robertson erhielt, und führte die All Blacks XV im November zu einer ungeschlagenen Tour durch Europa.
Ein rückschlag für joseph: der abgang von tony brown
Ein potenzieller Nachteil für Joseph ist der Wechsel seines langjährigen Co-Trainers Tony Brown zu den Springboks. Browns kreativer Ansatz im Angriff und seine harmonische Persönlichkeit ergänzten Josephs kompromisslose Art perfekt. Die All Blacks könnten von Josephs direkter Art profitieren, aber die NZ Rugby ist sich auch der vielen Trainer bewusst, die in den letzten Jahren die Highlanders verlassen haben, darunter Kendrick Lynn und Tom Donnelly. Einige Spieler hatten auch Schwierigkeiten mit Josephs intensiven Trainingseinheiten.
Dave rennie: der internationale routinier
Meiner Meinung nach ist Dave Rennie der aussichtsreichste Kandidat. Seine Erfolge in Neuseeland (Wellington, Manawatū, Chiefs), in Schottland (Glasgow), Australien (Wallabies) und Japan (Kobe) sprechen für sich. Er führte Wellington zum ersten Titel seit 14 Jahren und die U20-Nationalmannschaft zu drei ungeschlagenen Weltmeisterschaften. Besonders bei den Chiefs hinterließ er einen bleibenden Eindruck, indem er die Mannschaft mit Spielern wie Aaron Cruden und Brodie Retallick neu aufbaute.
Rennies erfolg bei den chiefs und glasgow
Bei den Chiefs erreichte Rennie eine beeindruckende Gewinnquote von 66,7% (71 von 106 Spielen), nur übertroffen von Clayton McMillan. Auch bei Glasgow führte er das Team in zwei Saisons an die Spitze der Pro 14. Seine Zeit bei den Wallabies war schwieriger, mit einer Gewinnquote von 38,2%, doch dies liegt auch an der abrupten Entlassung durch den damaligen Verbandspräsidenten Hamish McLennan, der Eddie Jones bevorzugte. Die Wallabies unter Rennie besiegten die Springboks in drei von vier Tests.
Sir graham henrys unterstützung und aktuelle erfolge
Selbst Rugby-Legende Sir Graham Henry bedauerte, dass die NZ Rugby Rennie damals an die Wallabies hat ziehen lassen. Er hätte seiner Meinung nach der richtige Mann für die All Blacks sein sollen. Die personellen Veränderungen im Management der NZ Rugby seit Rennies Zeit bei den Chiefs sollten zudem dafür sorgen, dass alte Differenzen der Vergangenheit angehören. Aktuell führt Rennie die Kobe Steelers in Japan erfolgreich und konnte sich zuletzt gegen das Team von Todd Blackadder durchsetzen.
Fazit: rennie als favorit
Obwohl Jamie Joseph aufgrund seiner neuseeländischen Wurzeln möglicherweise einen Vorteil hat, sprechen die beeindruckenden Erfolge und die Managementfähigkeiten von Dave Rennie für ihn. Er scheint die richtige Wahl für die nächste Generation der All Blacks zu sein.
