Neue punktebombe schmettert pogacars grün-traum gegen die wand
Die Tour de France 2026 jagt Tadej Pogacar den letzten verbleibenden Rekord von Eddy Merckx aus der Reichweite. Die ASO hat das Punkteschema umgeschraubt – 70 statt 50 Punkte für Flachsprinter, Prämien bis Platz 18 – und sorgt damit dafür, dass der Slowene das grüne Trikot kunftig nur noch mit Fernglas betrachten kann.
Die rechnung steht: milan wäre 2025 souverän vor pogacar gelandet
Ein Rechenbeispiel von Sporza zeigt das Ausmaß: Hätte man die neue Staffelung schon 2025 angewendet, hätte Jonathan Milan 139 Punkte Vorsprung gehabt – 61 Zähler mehr als tatsächlich. Pogacars vier Etappensiege wären nur noch 19 Extrapunkte wert, während Milan durch die höheren Flachprämien 80 zusätzliche Zähler kassiert hätte. Zwei flache Etappensiege Differenz – ein Abstand, den selbst Pogacar nicht mehr zufahren kann.
Die Botschaft ist eindeutig: Die Tour will ihre Sprinter wieder ins Rampenlicht stellen. Wer wie Jasper Philipsen oder Tim Merlier regelmäßig in die Top-3 platziert, wird künftig das grüne Gefährt lenken. Mountain-GC-Fahrer dürfen sich aufs Gelb konzentrieren – oder riskieren, zwischen allen Stühlen zu sitzen.

Merckx bleibt allein auf rekord-gipfel
1969 krönte sich Eddy Merckx in einem einzigen Juli zum König von Gelb, Grün und Gepunktet. Seither galt dieses Triple als unantastbar. Pogacar kam 2025 so nah wie nie jemand – am Ende fehlten 78 Punkte. Mit der neuen Regel wären es 139 gewesen.
Die ASO führt die Änderung auf "mehr Spannung im Feld" zurück. Kritiker sprechen von einer klaren Ansage gegen Pogacars Vielseitigkeit. Fakt ist: Der slowenische Superstar muss sich entscheiden – weiter Kompromisse schließen oder auf historische Statistien verzichten.
Die 113. Tour startet am 4. Juli in Barcelona. Pogacar trägt dann wohl nur ein Trikot – und es wird nicht grün sein.
