Nebel stoppt super-g: kandahar-rennen in garmisch platzt – fis zieht notbremse
Der Super-G der Männer in Garmisch-Partenkirchen ist Sonntagmittag im Nebel verschluckt worden. Start um 11.15 Uhr? Verlegt. 11.45 Uhr? Verlegt. 12.45 Uhr? Abgesagt. Um 12.04 Uhr fiel das finale Urteil: Die Kandahar-Strecke bleibt gesperrt, das Rennen ist gestrichen.
Die Wetterlage hatte die Organisatoren schon vor Tagen vorab auf dem Radar. Markus Waldner, Renndirektor der FIS, stand um 12.00 Uhr erneut am Hang, starrte in die graue Wand und schüttelte den Kopf: „Der Nebel sitzt tiefer als erwartet, wir sehen nicht einmal zwei Tore weit. Sicherheit geht vor.“ Ein Ersatztermin ist offiziell noch nicht bestätigt, doch die Planung läuft bereits. Courchevel rückt in den Fokus.
Der notplan: courchevel übernimmt, dreimal speed in vier tagen
Waldner bestätigt das Szenario, das seit Saisonbeginn in der Schublade liegt: „Courchevel ist der offizielle Ersatzort. Am Freitag wird dort der Super-G nachgeholt, Samstag folgt die Abfahrt, Sonntag ein zweiter Super-G.“ Dreimal Speed in vier Tagen – für die Athleten ein enges Programm, für die Techniker eine logische Meisterleistung.
Für die deutschen Speed-Hoffnungen ist die Absage ein Schlag ins Kontor. Die Heimstrecke verspricht Normalform, Publikumslärm, Selbstvertrauen. Jetzt heißt es: Umsteuern, Koffer packen, Französisch lernen.
Die nächste Ziehung im Kalender steht bereits fest: Wer in Courchevel punkten will, muss ab Freitag liefern. Für die FIS bleibt die Devise: kein Rennen um jeden Preis, aber auch keine Lücke im Kampf um den Gesamtweltcup. Die Speed-Saison bekommt einen neuen Drehpunkt – und der Nebel in Garmisch wird zur Fußnote.
