Nba und euroleague: geheime gespräche in istanbul?

Istanbul brodelt – nicht nur wegen Fenerbahce gegen Real Madrid. Hinter den Kulissen bahnt sich ein entscheidender Schritt in den komplizierten Verhandlungen zwischen der NBA und der EuroLeague an. Ein Treffen zwischen den Top-Managern könnte den Weg für eine überraschende Zusammenarbeit ebnen.

Ein freundlicher austausch vor dem sturm

Chus Bueno, der CEO der EuroLeague, und George Aivazoglou, der Mann der NBA für Europa und den Nahen Osten, waren gestern Abend in Istanbul anwesend, um das hochspannende Duell zwischen Fenerbahce und Real Madrid zu verfolgen. Es war mehr als nur ein freundlicher Besuch. Laut Informationen aus gut unterrichteten Kreisen, die die Gazzetta veröffentlichte, markierte dieses Treffen den ersten direkten Kontakt zwischen hochrangigen Vertretern beider Ligen seit einer Zeit, in der die Stimmung rund um das sogenannte „Europa-Projekt“ etwas frostiger war.

Die Atmosphäre war entspannt, die Gespräche sollen sich um allgemeine Themen des europäischen Basketballs gedreht haben. Ein formelles Gespräch über die Zukunft des Projekts fand jedoch nicht statt. Das ist für den 28. April angesetzt, wenn NBA, FIBA und EuroLeague offiziell an einen Tisch kommen werden, um die Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft zu erörtern. Adam Silver, der Commissioner der NBA, hat seine Bereitschaft zu einem offenen Dialog signalisiert, und auch Bueno drückte in einem kürzlichen Interview seine Hoffnung auf eine konstruktive Lösung aus.

Geld und know-how: eine vielversprechende allianz?

Geld und know-how: eine vielversprechende allianz?

Die NBA verfügt über die finanziellen Mittel, während die EuroLeague die etablierten Teams und die Tradition hat. „Wir sind überzeugt, dass die beste Lösung für den europäischen Basketball eine gemeinsame Lösung mit der EuroLeague wäre“, so Silver kürzlich. Bueno ergänzte: „Wenn die NBA mit guten Ideen kommt und die versprochenen Summen auf den Tisch bringt, ist das eine gute Nachricht für den Basketball.“ Die Angebote für die 12 festen Franchises im Rahmen des NBA Europe-Projekts übersteigen bereits die Milliardengrenze – eine Summe, die dem europäischen Basketball zweifellos zugutekommen könnte.

Die EuroLeague steht ihrerseits vor der Herausforderung, ihr eigenes Format für die nächste Saison festzulegen und die Frage zu klären, ob eine Erweiterung auf 22 oder 24 Teams realistisch ist. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die unterschiedlichen Interessen und Projekte von NBA, FIBA und EuroLeague doch noch zu einem gemeinsamen Nenner gefunden werden können. Die Fans blicken gespannt auf den 28. April.