National league: zu viele teams? genoni schießt die debatte neu an!

Die Diskussion um die Größe der National League brodelt weiter. Während der HC Ajoie seit fünf Saisons den letzten Platz belegt, ohne jedoch zwangsläufig die Qualifikation für die Liga antreten zu müssen, meldet sich nun Nationaltorhüter Leonardo Genoni zu Wort und fordert eine Reduzierung der Teams. Die Situation wirft Fragen auf und könnte die Schweizer Eishockeylandschaft vor große Veränderungen stellen.

Die liga-größe im fokus

Die liga-größe im fokus

Die aktuelle Konstellation der National League ist seit der Saison 2021/22 gegeben, als HC Ajoie und EHC Kloten aufstiegen. Seitdem gibt es keine zusätzlichen Runden in der Regular Season, um die Anzahl der Spiele auf 52 pro Team zu gewährleisten. Doch die Frage, ob diese Struktur optimal ist, wird immer wieder aufgeworfen. Genoni äußerte im Podcast «SCHLIIFTS?» seine Zweifel: “Ich finde allgemein, dass wir zu viele Teams haben.” Ein deutliches Statement, das die Debatte neu entfacht.

Der Grund für Genonis Bedenken liegt in der hohen Anzahl an Meistern der Swiss League, die entweder nicht aufsteigen wollten oder die Lizenz für die National League nicht erhielten. 60 Prozent der Fälle sprechen Bände und verdeutlichen, dass die Swiss League zwar Wettbewerb bietet, aber möglicherweise nicht in der Lage ist, konstant Teams für den Sprung in die oberste Liga zu liefern. Das führt wiederum zu finanziellen Problemen bei den Teams in der Swiss League, die mit der hohen Wettbewerbsintensität und den damit verbundenen Kosten zu kämpfen haben.

Die Situation in Ajoie ist dabei ein Paradebeispiel. Fünf Saisons als Tabellenletzter, aber nur zweimal die Notwendigkeit, sich in der Qualifikation zu beweisen. Das zeigt, dass die aktuelle Struktur nicht unbedingt Leistungsstärke belohnt, sondern eher die Konstanz der Teams im oberen Bereich der Liga. Auch Markus Granlund vom GSHC gehört zu den Top-Spielern der Liga, was unterstreicht, dass es weiterhin talentierte Athleten gibt, die in der National League spielen.

Es ist unwahrscheinlich, dass in naher Zukunft eine Lösung gefunden wird. Die Frage nach der optimalen Anzahl an Teams und der Konkurrenzfähigkeit der Swiss League bleibt ein komplexes Thema, das die Klubs der National League weiterhin beschäftigen wird. Die finanziellen Aspekte spielen dabei ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ob die Liga-Verantwortlichen den Mut haben, eine drastische Veränderung vorzunehmen, bleibt abzuwarten.

Die Aussagen von Leonardo Genoni sind ein Weckruf. Die Schweizer Eishockey-Fans verdienen eine Liga, in der Leistung und Konstanz belohnt werden und nicht eine Struktur, die den Abstieg trotz anhaltender Misserfolge quasi legitimiert.