National league dreht durch: zwei stars ausgeschaltet – die playoff-träume zittern
Die Playoff-Luft wird dünner. In einer einzigen Nacht verliert die National League zwei ihrer besten Akteure – und das kurz vor dem Ziel. Theo Rochette schlägt mit dem Helm zuerst auf das Eis, Juuso Riikola kriegt den Puck mitten ins Gesicht. Beide mussten mit blutigen Köpfen vom Feld. Beide fallen vorerst aus.
Rochette fliegt, riikola kriegt volltreffer
43. Minute in Lausanne. Rochette jagt den Puck, verliert die Kante, trifft die Bande mit Volldampf. Der Helm fliegt, die Scheibe kracht aufs Eis. Blut. Der Topscorer der Waadtländer taumelt in die Kabine und fehlt fortan. Lausanne verliert am Ende 2:6 gegen Davos – ohne ihn sieht die Offensive plötzlich alt aus.
Zehn Kilometer weiter östlich, in Langnau, tickt die Uhr schon auf 59:50. Riikola wirft sich in einen Schuss auf das leere Tor, blockt mit Kopf und Hals. Der Finne bleibt liegen, die Arena verstummt. Fribourg gewinnt 4:3, Riikola wird auf der Trage abtransportiert.

Keine zeit mehr für genesung
Die Saison ist kaum noch zählbar. Jeder Punkt zählt doppelt, jede Ausfälldauer verlängert sich im Kalender. Beide Klubs schweigen bislang zu konkreten Diagnosen – ein Zeichen, wie ernst die Lage ist. Wer fällt, rutscht ab. Wer abrutscht, verpasst den Cup. Die nächsten Spiele kommen am Wochenende. Mit oder ohne Rochette und Riikola? Die Antwort liegt auf der Anklagebank der Mediziner.
Die Liga hat die Playoffs längst im Blick. Die Fans auch. Aber ohne ihre Helden bleibt nur ein dumpfer Schmerz – und die Gewissheit, dass die heiße Phase plötzlich noch heißer wird, weil sie zwei ihrer besten Feuerwerkskörper verloren hat.
