Napoli: conte schießt nach lazio-niederlage gegen präsidenten!
Das Maradona-Stadion verstummte am Sonntagabend – und nicht nur wegen der 0:2-Niederlage gegen Lazio Rom. Trainer Antonio Conte ließ nach dem Spiel die Bombe platzen: Ein öffentlich Schlagabtausch mit Präsident Aurelio De Laurentiis scheint unausweichlich. Die Stimmung im Lager der Süditaliener ist alles andere als rosig, während die Champions-League-Hoffnungen langsam schrumpfen.
Conte: „präsident kann sagen, was er will“
Nach der enttäuschenden Vorstellung gegen die Biancocelesti, in der die Napolitaner kaum Gefahr erzeugten und die Römer mühelos die Kontrolle übernahmen, verweigerte Conte jegliche Verteidigung seiner Mannschaft. „Es war kein gutes Spiel von uns“, gab er zu, „wir haben im Mittelfeld kaum Qualität gezeigt und Lazio hat uns einfach eiskalt erwischt.“
Doch es war nicht die Leistung auf dem Platz, die für die größten Schlagzeilen sorgte. De Laurentiis hatte bereits in der Vergangenheit öffentlich über Contes mögliche Abberufung spekuliert. Auf die entsprechenden Fragen reagierte der Trainer nun mit deutlicher Ablehnung: „Das ist ein Problem des Präsidenten. Er kann sagen, was er will. Ich habe ihm nichts zu sagen, und wenn doch, würde ich es ihm privat sagen, nicht in der Öffentlichkeit.“ Diese Worte lassen eine tiefe Kluft zwischen Coach und Vereinsführung erkennen.
Conte betonte die Notwendigkeit der Konzentration auf die verbleibenden Spiele. „Wir müssen unser Bestes geben und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen, um unsere Position in der Champions-League-Zone zu verteidigen. Aber das alles wird durch die internen Querelen erschwert.“

Die lazio-partie: ein spiegelbild der fehlenden energie?
Die Lazio-Niederlage offenbarte weitere Schwächen im napolitanischen Spiel. Conte sprach von einem Mangel an Energie und einer fehlenden Kreativität im Mittelfeld. „Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, aber kaum Torschüsse. Lazio war cleverer und hat die Räume effektiv zugestellt.“ Der vergebene Elfmeter durch Milinković-Savić verdeutlichte zusätzlich die Nervosität und Unsicherheit der Hausherren.
Es bleibt abzuwarten, ob Conte in den verbleibenden fünf Spielen die Wende schaffen und die Saison noch positiv abschließen kann. Doch die öffentlichen Streitigkeiten mit dem Präsidenten lassen eine turbulente Zukunft in Neapel erahnen. Die Fans bangen um ihre Mannschaft – und um den Trainer.
Die Frage, wie es weitergeht, ist offen. Doch eines ist klar: Die Schlagzeilen werden nicht weniger, und die sportliche Leistung des Napoli wird darunter leiden, solange die internen Konflikte nicht gelöst werden. Ein neuer Trainer könnte die Lösung sein, doch der Preis für einen solchen Wechsel wäre hoch.
