Nagelsmanns abwehr-plan: tah und schlotterbeck unangefochten – wer ist die nr. 3?

Die Diskussion um die Innenverteidigung der deutschen Nationalmannschaft brodelt, obwohl die Startelf für das anstehende WM-Spiel gegen Curacao scheinbar feststeht: Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck bilden das Duo. Doch was, wenn einer der beiden ausfällt? Eine Frage, die Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Team dringend beantworten müssen.

Schlotterbecks wort in der pflicht

Nach den bisherigen Leistungen ist das Duo Tah und Schlotterbeck kaum zu übertreffen. Dreizehn Einsätze, null Niederlagen und lediglich zwölf Gegentore – die Bilanz spricht für sich. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag wurde die Entscheidung bereits deutlich: Pressesprecherin Franziska Wülle betonte, dass das Duo für das Team ein „sicherer Rückhalt vor dem Tor“ sei. Doch das wahre Ausmaß der Abhängigkeit von Tah und Schlotterbeck wird erst deutlich, wenn man bedenkt, dass die bisherigen Testspiele nicht gegen die absolute Elite des Weltfußballs stattfanden.

Nico Schlotterbeck zeigte sich selbstbewusst und lobte nicht nur Tah, sondern betonte auch, dass er sich an dessen Seite wohlfühle, da dieser das Kommando übernehme. Ein interessanter Hinweis, der eine wichtige Frage aufwirft: Wer ist der Kandidat für die Position des dritten Innenverteidigers?

Anton als überraschungs-option?

Anton als überraschungs-option?

Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger deutet in seinem Podcast „Die WM-Kabine“ an, dass Schlotterbeck im Falle einer Verletzung oder Sperre von Tah, selbst für Waldemar Anton plädieren könnte – aufgrund der Vertrautheit, die er aus der Zusammenarbeit beim BVB genießt. Eine überraschende Wendung, die Antonio Rüdiger, einst eine feste Größe in der deutschen Abwehr, hart treffen könnte.

Manfred Sedlbauer, ebenfalls Sport1-Reporter, erklärt, dass Anton aufgrund seiner Flexibilität und seiner starken Saison beim BVB ihm den Vorzug geben würde. „Er ist der Abwehrchef in Dortmund“, so Sedlbauer. Rüdiger, der trotz kritischer Stimmen im WM-Kader des Bundestrainers steht, scheint also aktuell nicht die erste Wahl zu sein. Julian Nagelsmann schätzt den erfahrenen Verteidiger zwar weiterhin, doch die jüngeren, dynamischeren Spieler könnten derzeit das Rennen machen.

Rüdiger nicht völlig vom tisch

Rüdiger nicht völlig vom tisch

Trotz allem ist es verfrüht, Rüdiger endgültig abzuschreiben. Seine Erfahrung und sein kämpferischer Einsatz können in entscheidenden Momenten Gold wert sein. „Ich finde schon, dass die DFB-Elf ein bisschen herbere Spielertypen wie ihn braucht – und wenn es nur darum geht, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen“, so Kumberger. Der Real-Star könnte also durchaus noch seine Chance bekommen.

Die Diskussion um die Innenverteidigung und die anderen brennenden Themen rund um die deutsche Nationalmannschaft können Sie in der aktuellen Ausgabe des Sport1-Podcasts „Die WM-Kabine“ mit DFB-Reporter Manfred Sedlbauer und Chefreporter Stefan Kumberger hören. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Nagelsmanns Abwehr-Plan hält, was er verspricht – oder ob die Notwendigkeit eines unerwarteten Wechsels plötzlich vor der Tür steht.