Nagelsmann zieht bayern-karte: sieben münchner sollen die wm retten
Julian Nagelsmann hat seine Botschaft klar gemacht: Die Nationalmannschaft braucht den FC Bayern. Mit sieben Münchnern im Kader für die Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana meldet der Bundestrainer den Rekordmeister zurück in die erste Reihe des deutschen Fußballs. Nach Jahren des Abstiegs aus der DFB-Hierarchie soll der Bayern-Block wieder der Erfolgsgarant sein.
Der münchner stolz ist zurück
Die Reaktion an der Säbener Straße fällt erleichtert aus. „Wir haben wieder unsere Kraft unter Beweis gestellt“, heißt es intern. Die Nominierung von Stars wie Joshua Kimmich und Jamal Musiala sowie des Youngsters Lennart Karl ist kein Zufall. Nagelsmann setzt auf die DNA des Rekordmeisters: Dominanz, Routine und Siegeswillen.
Die Zahlen sprechen für sich: Beim WM-Triumph 2014 standen sechs Bayern in der Startelf gegen Argentinien. Die Parallele ist kein Zufall. Nagelsmann studiert die Geschichte des Erfolgs. Er weiß: Wenn München strahlt, strahlt auch der DFB.

Kein streit, kein neid – nur ruhe
Das Besondere: Kein einziger der nominierten Bayern-Spieler steht in der Kritik. Selbst die Berufung von Jonas Urbig, der erst 22 Jahre alt ist, wird applaudiert. Leon Goretzka blieb zwar zu Hause, doch das erzeugt keinen Sturm. „Keiner ist umstritten“, sagt ein Vereinsverantwortlicher. „Das hält den Deckel drauf.“
Vergessen ist die EM-2024-Pleite, als der VfB Stuttgart plötzlich als Lieferant Nummer eins galt. Die Häme aus jener Zeit wirkt heute wie ein schlechter Scherz. München liefert wieder – und alle sind damit einverstanden.
Die Stimmung im Trainingslager ist locker, aber fokussiert. Nagelsmann schwor die Mannschaft auf einen neuen Anlauf ein. Die WM in den USA rückt näher. Die Münchner sollen die Sehnsucht nach dem Titel stillen. Die Zeit der Experimente ist vorbei. Jetzt zählt nur noch der Sieg.
