Murray reißt sich auf: millionen-gage als djokovic-trainer – eine farce?

Ein Aufschrei in der Tenniswelt: Die Gerüchte um Andy Murrays angeblich astronomische Gage als Trainer von Novak Djokovic sind wie eine Bombe geplatzt. Der Schotte selbst hat die Behauptungen mit spöttischem Humor zurückgewiesen – und damit eine Debatte ausgelöst, die weit über die Frage der finanziellen Details hinausgeht.

Die verdier-enthüllung und murrays reaktion

Die verdier-enthüllung und murrays reaktion

Auslöser der ganzen Debatte waren Aussagen des französischen Journalisten Frédéric Verdier, der von „monströsen Honoraren“ sprach und die Zusammenarbeit zwischen Murray und Djokovic als ein lukratives Geschäft darstellte. Konkret soll Murray während seiner zehnwöchigen Tätigkeit im Jahr 2025 rund 100.000 US-Dollar pro Woche kassiert haben – eine Summe, die selbst im Profisport für Stirnrunzeln sorgt. Auf Instagram konterte Murray mit einer Mischung aus Belustigung und Ungläubigkeit: „Ich habe im Laufe der Jahre einige Lügen gelesen, aber das hier ist mit Sicherheit in meinen Top 5.“ Mehrere lachende Emojis unterstrichen seine Reaktion.

Die kurze, aber intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden ehemaligen Rivalen hatte im Januar 2025 für großes Aufsehen gesorgt. Murray, frisch aus dem Ruhestand, übernahm die Trainerrolle und unterstützte Djokovic unter anderem bei den Australian Open und dem Masters-Turnier in Indian Wells. Doch sportlich blieb der große Erfolg aus. Djokovic erreichte zwar das Halbfinale in Melbourne und das Finale von Indian Wells, doch Titelgewinne blieben aus. Erst nach Murrays Ausstieg schien der Serbe wieder zu alter Stärke zu finden und sicherte sich in Genf seinen ersten ATP-Titel des Jahres.

Was diese Episode so brisant macht, ist nicht nur die Höhe der kolportierten Gage, sondern auch die Diskrepanz zwischen dem finanziellen Aufwand und dem sportlichen Ergebnis. War die Zusammenarbeit ein kalkuliertes Geschäft oder ein ehrlicher Versuch, Djokovic wieder zum Erfolg zu führen? Die Meinungen gehen auseinander. Verdier scheint hier ein wenig über das Ziel hinausgeschossen zu sein, indem er die Situation als reines Geldverdienen darstellt.

Murray hingegen hat sich längst einer neuen Aufgabe verschrieben: Er coacht nun den britischen Hoffnungsträger Jack Draper. Die Zusammenarbeit beginnt auf Rasen in Eastbourne und gipfelt in Wimbledon – Murrays erste offizielle Rückkehr auf den heiligen Rasen seit dem Ende seiner aktiven Karriere. Ob Draper von Murrays Expertise profitieren kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Der Schotte hat bewiesen, dass er sich auch im Trainerberuf nicht lumpen lässt – und dass er einen trockenen Humor besitzt, der selbst die absurdesten Gerüchte abtun kann.