Muriqi trifft madrid und macht barça zum meister: lazio spuckt ins tuch
Die Liga ist gelaufen, weil Vedat Muriqi seinen Ex-Club verhöhnt hat. Der 29-Jährige stellt den Königlichen mit dem 2:1-Siegtreffer für Mallorca in der 91. Minute mit dem Gesicht auf den Rasen – und gleichzeitig Barcelona auf den Thron.
Er schoss einmal in rom, jetzt schießt er titel
19 Tore in dieser Saison, nur Mbappé traf öfter. Die Zahl ist ein Schlag ins Gesicht der Lazio, die 2020 satte 18 Millionen Euro für den Stürmer zahlten und ihn zwei Jahre später für lächerliche 5 Millionen weiterreichten. In Rom landete Muriqi mit dem Ruf eines Fehlschlags: zwei Treffer, ein Tweet „mein Pirat ist mental gestorben“, keine Liebe, kein System, kein Plan.
Trainerwechsel halfen nicht. Inzaghis 3-5-2 verlangte Immobile, Sarris 4-3-3 verlangte Kombination, nicht Luftkampf. Muriqi lief 45 Minuten mit Muskelfaserriss, saß gesund 90 Minuten draußen. Die Kurve pfeift, Sarri droht mit leeren Rängen – und versteckt ihn trotzdem. „Ich kam wütend nach Hause, meine Frau war stärker als ich“, sagt er rückblickend.

Mallorca wurde seine therapie, spanien seine bühne
Die Insel war keine Flucht, sondern ein Freiraum. Sportdirektor Pablo Longoria rief persönlich, Trainer Aguirre nannte ihn „unsere neun“. Seitdem jagt er Verteidiger, nickt Flanken, schießt Strafraum-Torpedos. Die Fans skandieren seinen Namen, der Klub schiebt die Option auf weitere 12 Millionen Euro nach – ein Vielfaches des Spottpreises, den Lazio akzeptierte.
Der Treffer gegen Madrid war keine Rache, nur Konsequenz. Er spielte die Verlängerung, stellte Militao zurecht, köpfte die Ecke unhaltbar für Lunin. Sein Lauf: 15 Meter, Arme ausgebreitet, Blick in die Haupttribüne. Dort sitzt Mbappé, der die Trophäe schon in Gedanken umarmt – weil ein Mann aus Kosovo ihm die Arbeit abnahm.
Lazio dagegen schaut auf 13 Liga-Tore aus zwei Spielzeiten und ein Minus von 13 Millionen Euro. Die Römer feierten den Pokalsieg, vergaßen aber den Stürmer, der ihnen die Meisterschaft hätte bescheren können. Muriqi feiert, Spanien jubelt, Italien schluckt. Der Pirat lebt – nur nicht mehr im olympischen Kolosseum.
