München schnallt sich den volleyball-gürtel an: fusion der wwk volleys schmeißt die liga um

Die Bombe zündet mitten im Play-off-Rennen: Die WWK Volleys Herrsching und der TSV Unterhaching fusionieren zur Saison 2026/27 und formen als WWK Volleys München einen neuen Machtblock in der Volleyball-Bundesliga. Keine Notlösung, sondern ein geplanter Kraftakt – das betonen beide Klubs in ihrer Montag-Meldung. Die Botschaft ist klar: München will nicht nur mitspielen, sondern bald die Champions League erschüttern.

Statt kompromiss ein kraftakt

34 Kilometer Luftlinie trennen die bisherigen Rivalen, künftig teilen sie sich Spieler, Budget und Ambitionen. „Wir verbinden Tradition und Kult, Erfahrung und Energie – und schaffen gemeinsam etwas, das größer ist als jeder von uns allein“, sagt Max Hauser, Geschäftsführer der WWK Volleys Herrsching. Sein Gegenpart Mihai Paduretu vom TSV Unterhaching ergänzt: „Wir wollen gemeinsam mehr, als wir allein erreichen können.“

Hinter den Kulissen laufen die Planungen schon heiß. Drei Spielorte – Unterhaching, Herrsching und München – sollen die Fanbasis stabilisieren und Sponsoren locken. Die Stammvereine bleiben eigenständig, nur der Profibereich wird zusammengelegt. Das spart Kosten, verdoppelt das Kaderpotenzial und schickt ein Signal an die Liga: Wir kommen mit mehr Personal und mehr Geld.

Der zeitplan ist eng

Der zeitplan ist eng

Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde steht Herrsching auf Platz acht, Unterhacking auf elf – beide haben Play-off-Chancen. Die aktuelle Saison dient als Testlauf für das neue Großprojekt. Scouts beider Teams haben laut internen Berichten schon Listen mit potenziellen Neuzugängen für 2026, darunter ein Nationalspieler und zwei Auslandsprofis mit Champions-League-Erfahrung. Die Gehaltsuntergrenze steigt, das Budget soll sich laut Vereinsangaben verdoppeln.

Doch nicht jubelt die gesamte Volleyball-Szene. Kleine Clubs im Süden fürchten, dass sich das Double-Team die Talente einverleibt und die Nachwuchsarbeit ausblutet. „Wenn zwei Mittelklasse-Vereine fusionieren, verlieren wir Vielfalt“, kritisiert ein Trainer, der anonym bleiben will. Die Liga selbst sieht das anders: „Wir brauchen Großstädte wie München als Marken, um neue TV-Deals zu verhandeln“, sagt ein Verbandsvertreter.

München wird zur volleyball-hochburg

Die WWK Volleys München planen bereits Events in der Olympiahalle, 11.500 Plätze, ein Block erstes Mal seit Jahren wieder bundesligareif. Die Stadt hatte nach dem Abstieg des TSV 1899 München 2019 keinen Erstligisten mehr – das soll sich 2026 ändern. Sponsoren wie die WWK Versicherung steigen schon jetzt mit zusätzlichen Millionen ein, weil sie die Metropole als Werbeplattform nutzen wollen.

Die Fans? Sie diskutieren hitzig in Foren. Die einen freuen sich auf Top-Spiele gegen Berlin und Friedrichshafen, die anderen fürchten den Verlust der Heimat. Ein Fanclub hat schon ein Trikot-Design gepostet: weiß-blau, bayerische Raute, dazwischen ein Volleyball. Die ersten 500 Vorbestellungen sind binnen zwei Tagen weg.

Die Liga erhält ein Upgrade, München bekommt ein neues Flaggschiff und die Spieler erhalten ein Karrieresprungbrett. Wenn 2026 der erste Aufschlag in der Olympiahalle erfolgt, wird ein ganze Sportart ihren Ton ändern. Die WWK Volleys München wollen nicht nur dabei sein – sie wollen gewinnen. Und sie haben den Kader, das Geld und die Stadt, um genau das zu tun.