Müller trifft doppelt: vancouver demontiert toronto 3:0
Zwölf Minuten. So lange brauchte Thomas Müller, um das Spiel zu entscheiden. Elfmeter rein, Kombination abgeschlossen, Tor – und die Vancouver Whitecaps hatten Toronto FC längst hinter sich gelassen, bevor die erste Halbzeit überhaupt zu Ende war. Das 3:0 am Samstag war kein Arbeitssieg. Es war eine Machtdemonstration.
Müller macht es wie früher – nur in einem anderen trikot
In der 25. Minute trat der Ex-Bayern-Star zum Elfmeter an, nachdem Walker Zimmerman Aziel Jackson gefoult hatte. Kalt, präzise, unhaltbar. Dann kam die 37. Minute: Mathias Laborda und Sebastian Berhalter kombinierten sich durch, Müller stand bereit. Wer glaubte, er brauche eine Eingewöhnungsphase in der MLS, hat sich gründlich geirrt.
Kurz vor dem Pausenpfiff setzte Brian White den Schlusspunkt. Sein Treffer zum 3:0 war bereits sein 80. Pflichtspieltor für Vancouver. Eine Zahl, die für sich spricht.
Takaoka hält die null – wieder
Torhüter Yohei Takaoka blieb zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. Drei Schüsse parierte er gegen Toronto, nach zwei Paraden beim 1:0-Auftaktsieg gegen Real Salt Lake. Die Whitecaps haben in dieser Saison noch kein einziges Gegentor kassiert. Zwei Spiele, zwei Siege, null Gegentreffer. Das ist kein Zufall, das ist System.
Toronto steckt tief im keller
Für den FC Toronto ist die Situation nach zwei Spieltagen bereits besorgniserregend. Erst die 2:3-Niederlage bei FC Dallas zum Auftakt, jetzt diese Demontage im BC Place. Und der historische Kontext macht es noch bitterer: Seit März 2017 hat Toronto nicht mehr in Vancouver gewonnen. Neun Duelle, fünf Niederlagen, vier Unentschieden. Die Whitecaps haben sich diese Rivalschaft zur Gewohnheit gemacht – und Toronto zum Lieblingsgegner.
Müller ist in Vancouver angekommen. Die MLS sollte sich warm anziehen.
