Mühlhaus bangt: erstes dfb-spiel heute nur von der bank?

Larissa Mühlhaus schaffte als erste aktive Werder-Frau den Sprung in den DFB-Kader. Doch beim WM-Quali-Auftakt gegen Slowenien (17.45 Uhr/Dresden) dürfte sie nur die Ersatzbank wärmen. Bundestrainer Christian Wück verzichtet bewusst auf Experimente – und setzt auf die erprobte Offensive um Nicole Anyomi.

Die bremerin muss warten – und das hat system

Die bremerin muss warten – und das hat system

Mit zehn Liga-Treffern stach Mühlhaus in der laufenden Saison heraus. Dennoch steht sie vor ihrer Premiere in der A-Nationalmannschaft unter Zugzwang. Wück signalisierte, dass er mit der stabilen Startelf beginnen will. Die 23-Jährige kann sich maximal Hoffnung auf einen Joker-Einsatz machen. Sollte sie heute nicht zum Zug kommen, bietet sich bereits am Samstag (18.00 Uhr) in Norwegen die nächste Chance.

Für Werder Bremen ist der Vorstoß ihrer Torjägerin ein Meilenstein. Nie zuvor hatte ein aktiver Vereinsspielerinnen-Einsatz in der DFB-Elf gestanden. Der Vereinfeiert das als Bestätigung seiner Nachwuchsarbeit, doch intern weiß man: Ein Kurzeinsatz reicht nicht, um sich langfristig im erbarmungslosen Konkurrenzkampf um Sturmplätze neben Leistungsträgerinnen wie Lea Schüller oder Laura Freigang zu etabliern.

Mühlhaus selbst schwieg zuletzt zu ihren Chancen. Stattdessen zeigte sich das Training der deutschen Mannschaft zuletzt verschlossen, nur ein Gedanke bleibt laut: „Wenn ich hereinkomme, muss ich Tore machen.“ Das Zeitfenster ist klein, die Erwartungshaltung riesig. Ein Tor im Nationaltrikot würde nicht nur ihre Karriere katapultieren, sondern auch Bremens Frauenfußball endgültig auf die Landkarte setzen.