Rüdigers knie-attacke: rico wirft ihm vorsatz vor und lässt var ausrasten
Antonio Rüdiger fliegt fast mit dem Knie durchs Gesicht von Diego Rico, bleibt aber ohne Strafe. Der Getafe-Linksverteidige spricht von einem geplanten Schlag – und der spanische Fußball fragt sich, warum der deutsche Nationalspieler noch auf dem Platz steht.
Die szene, die alles auslöste
27. Minute, Estadio Coliseum. Real Madrid führt 1:0, Rico will einen langen Ball kontrollieren. Rüdiger springt aus dem Rückraum an, das Knie voran, trifft Rico volle Höhe. Der Spanier bleibt liegen, die Madrid-Spieler klagen nicht, der Referee pfeift nicht – und der VAR schweigt. Stattdessen geht's weiter, als wäre nichts gewesen. Rico steht auf, blutet aus der Lippe, sieht rot. „Er hat mich absichtlich gesucht“, sagt er nach Abpfiff. „Er schubst sogar einen Mitspieler zur Seite, um an mein Gesicht zu kommen.“

Rico lässt keinen zweifel: „das war vorsatz“
Der 31-Jährige hat sich die Wiederholungen angeschaut. Sein Urteil: gnadenlos. „Wenn er mich schlechter trifft, liegt ich dort auf dem Rasen und bewege mich nicht mehr.“ Rüdigers Körpersprache sei eindeutig gewesen: „Er will mir eins mitgeben, weil wir zwei Minuten zuvor gerangelt haben.“ Dass der Schiedsrichter nicht einmal auf den Monitor schaut, empfindet Rico als Affront. „Wenn ich das mache, bekomme ich zehn Spiele, und die Saison ist gelaufen.“
Der VAR hätte eingreifen müssen, findet Rico. „Wofür ist er denn da, wenn nicht für so eine Szene?“ Stattdessen passierte nichts. Ein Schweigen, das in Madrid für Empörung sorgt. Cadena SER poltert: „Dieser Unparteiische hat nicht das Niveau für La Liga.“
Rüdigers rapportliste wird länger
Der Deutsche ist kein Unbeschriebenes Blatt. Erst im April 2025 flog ihm beim Copa-del-Rey-Finale ein Tape-Ballen in Richtung Schiedsrichter, Julian Nagelsmann reagierte damals mit deutlichen Worten: „Grenze erreicht – mehr darf nicht passieren.“ Jetzt also der nächste Eklat. Die spanischen Zeitungen sprechen von einem „Muster“ – und fragen sich, wie viele Warnungen ein Spieler braucht, bevor die rote Linie endlich gezogen wird.
Für Rico ist die Antwort klar: „Er spielt weiter, als wäre nichts gewesen. Ich spiele weiter mit Schmerzen.“ Der Getafe-Profi wird am Wochenende wohl auflaufen, mit fünf Stichen in der Lippe und einer Geschichte, die dem Fußball einmal mehr die Maske vom Gesicht reißt.
