Mt melsungen zerlegt hsg wetzlar im hessen-duell
Es war keine Überraschung, aber eine klare Ansage: Die MT Melsungen hat die HSG Wetzlar am Sonntag auswärts mit 38:32 vom Platz gefegt und dabei schon in der ersten Halbzeit alle Zweifel beseitigt. Nach 30 Minuten stand es 21:14 – und das Spiel war so gut wie entschieden.
Erste halbzeit als machtdemonstration
Die Nordhessen kamen mit einer Intensität, die Wetzlar schlicht überforderte. Luc Kristopans und Artsem Kulesh trafen jeweils sieben Mal – zwei Männer in Topform, die der HSG-Defensive keine Verschnaufpause ließen. Timo Kastening steuerte sechs Tore bei, drei davon per Siebenmeter. Melsungen spielte mit einer Präzision, die man in Auswärtsspielen nicht immer sieht.

Wetzlar kämpft, aber der rückstand ist zu groß
Im zweiten Abschnitt versuchte die HSG die Partie zu drehen. Das Aufbäumen war spürbar – der Rückstand schmolz, aber nie wirklich bedrohlich. Müller mit sieben Toren und Theiß mit fünf Treffern zeigten, dass Wetzlar durchaus Qualität in den Reihen hat. Nur: Wenn man nach 30 Minuten sieben Tore zurückliegt, braucht man mehr als Kampfgeist. Die 4.242 Zuschauer in der Halle sahen eine HSG, die rannte – und eine MT, die verwaltete.

Was dieser sieg für die tabelle bedeutet
Für Melsungen ist es mehr als drei Punkte. Der Sieg hält den Kontakt zu den Top 5 der Handball-Bundesliga – ein Ziel, das die Nordhessen in dieser Saison konsequent verfolgen. Wetzlar dagegen bleibt dort, wo man nicht sein will: auf dem letzten Tabellenplatz. Die Abstiegssorgen werden durch solche Niederlagen nicht kleiner, und die Zeit läuft.
Melsungen hat gezeigt, was es bedeutet, Favoritenrolle anzunehmen – und sie zu erfüllen. Wetzlar muss jetzt schnell Antworten finden. Die Tabelle wartet auf niemanden.
