Msv duisburg schockt 1860 münchen mit spätem sieg und rüttelt aufstiegsrennen auf

Thilo Töpken schlug den Ball in der Nachspielzeit ins Tor und schlug mit demselben Schwung die komplette 3. Liga-Tabelle um. Der MSV Duisburg gewann das Herzschlagfinale gegen 1860 München 2:1, kletterte kurzfristig auf den Relegationsplatz und bewies: Die Meidericher haben den Kampf um den Aufstieg noch nicht abgeschrieben.

Die schlussphase, die alles veränderte

Es war die 90. Minute, als Jesse Tugbenio aus 16 Metern abzog. Der Pfosten zitterte, der Ball prallte zurück – und Töpken schob ein. Die Schauenburg explodierte. Sekunden später flatterte der Treffer durchs Netz, und mit ihm die Hoffnungen der Löwen. Denn München musste nicht nur die Niederlage hinnehmen, sondern auch die Gelb-Rote Karte gegen Thore Jacobsen. Ein Abend, der den Gästen in allen Belangen wehtat.

Doch der Sieg war hart erkämpft. Nach einer taktisch verkrampften ersten Hälfte, in der Kevin Volland nur den Pfosten traf, brauchte Duisburg einen Schalter. Trainer Hagen Schmidt stellte um, Duisburg wurde mutiger. Joshua Bitter war es, der nach einer Stunde die Führung erzielte – ein Fallrückzieher, der das Stadion erbeben ließ.

Elfmeter und aufreger: münchen kämpft, duisburg zittert

Elfmeter und aufreger: münchen kämpft, duisburg zittert

Die Antwort der Löwen folgte prompt. Sigurd Haugen ging zu Boden, Jacobsen verwandelte den fälligen Strafstoß. Plötzlich war die Partie offen, beide Teams wollten den nächsten Schlag. Dähne im Münchner Kasten parierte glänzend gegen Krüger, Symalla traf bei den Gästen nur den Pfosten. Es war ein offener Schlagabtausch, der sich bis in die Nachspielzeit zog.

Am Ende stand Duisburg mit 53 Punkten auf Rang vier – punktgleich mit Essen, das später vorbeizog. München bleibt mit 50 Zählern auf Platz sieben hängen. Der Aufstiegsabstand: drei Punkte. Mit fünf Spielen bis Saisonende ist das Rennen noch längst nicht entschieden. Aber eines ist klar: Wer so spät trifft, meint es ernst.

Die Meidericher haben ihren Glauben zurück – und diesmal war es kein Trostpflaster, sondern ein echter Faustschlag im Aufstiegskampf.