Mors-thy trennt sich von rasmus madsen – vaterglück und karrierewunsch zwingen zum abgang
Rasmus Madsen zieht es weg vom dänischen Erstligisten Mors-Thy Handbold. Der 29-jährige Rückraumlinkshänder wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern und lässt sich von einem neuen Klub locken – ein Schritt, den auch die Klubführung mit Respekt quittiert.
Madsen begründet den schritt mit familie und sportlichem neuanfang
Kurz nach der Verpflichtung von Linksaußen Sebastian Barthold verabschiedet sich mit Madsen ein Leistungsträger. Der Grund: Die Geburt seines ersten Kindes veränderte die Prioritäten. „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und gleichzeitig sportlich einen neuen Weg gehen“, sagte Madsen. Die Entscheidung sei trotz eines verbesserten Vertragsangebots von Mors-Thy gereift. „Es war keine leichte Wahl, aber das Leben schreibt manchmal andere Skripte.“
Bei Mors-Thy kam der 1,93-Meter-Hüne vor drei Jahren von HC Midtjylland und avancierte schnell zu einem Garanten für Torgefahr aus dem Rückraum. In dieser Saison warf er bislang 67 Treffer, lag im Team damit nur hinter Topscorer Morten Balling. Seine Variabilität – sowohl Kreislauf-Deckung als auch Tempogegenstoß – machte ihn für Trainer Patrick Westerholm unverzichtbar.

Verein setzt auf sunesen und vestergaard
Klubdirektor Ian Marko Fog bedauert den Abgang, sieht die Position aber nicht gänzlich blank. „Wir haben ein besseres Gehalt und eine Langfristigkeit vorgelegt, respektieren aber, dass Rasmus neue Horizonte sucht“, so Fog. Im Hintergrund arbeitet die Sportcheferie bereits an der Nachfolge. U19-Nationalspieler Gustav Sunesen wartet auf seine Chance, Jugendweltmeister Kristoffer Vestergaard kann beide Rückraumseiten bedienen. „Wir sind im Gespräch mit weiteren Kandidaten, wollen aber keinen Schnellschuss“, betont Fog.
Die Personalie Madsen zeigt: Selbst ein Aufwärtstrend schützt nicht vor Abgängen. Mors-Thy rangiert derzeit auf Tabellenplatz fünf, die Play-off-Teilnahme ist realistisch. Verliert das Team seine konstante Rückraum-Linie, muss es erneut umstrukturieren. Die Fans fordern jetzt klare Kommunikation – und schnelle Verstärkung, soll der Traum von der Meister-Play-off-Runde lebendig bleiben.
Die Transfermühlen drehen sich. Madsen dürfte nach Informationen von handball-world vor allem bei Skjern Håndbold und GOG Håndbold auf dem Zettel stehen. Wo genau der Familienvater künftig aufläuft, bleibt offen. Fest steht: Seine Tore werden Mors-Thy in der nächsten Saison fehlen. Und die Uhr tickt – bis zum Sommer sind es nur noch elf Spieltage.
