Monza: überraschungen und favoritensiege beim challenger 125
Ein strahlender Freitag im Zeichen des Tennis in Monza: Das zweite Challenger 125 Turnier hat mit packenden Viertelfinals begeistern können. Dabei sahen wir nicht nur das Erwartbare, sondern auch eine kleine Sensation – der Italiener Stefano Travaglia ließ den als Nummer fünf gesetzten Vilius Gaubas an die Wand gehen.

Dominanz der top-spieler – mit einer ausnahme
Sieben der acht gesetzten Spieler haben sich souverän in die Runde der letzten Vier gespielt. Ein klares Zeichen für die hohe Qualität des Feldes, das sich in Monza versammelt hat. Nur Vilius Gaubas, der als Fünfter gefürchtet galt, musste die Segel streichen. Sein Ausscheiden wurde von Stefano Travaglia, einem erfahrenen italienischen Spieler, klar veranlasst. Travaglia, unter der Leitung von Gipo Arbino, präsentiert sich in Topform und wird nun im Viertelfinale gegen den Publikumsliebling Mattia Bellucci antreten.
Bellucci, der als Nummer drei gesetzt ist und in der ATP-Weltrangliste auf dem 79. Platz rangiert, ist hungrig nach Erfolg. Vier Mal war er bereits bei einem Challenger-Turnier siegreich, doch die rote Erde in Monza scheint ihm besonders zu liegen. Die Begegnung gegen Travaglia verspricht ein Duell der Gegensätze: die Konstanz eines Routiniers gegen den spielerischen Esprit eines jungen Talents. „Wenn ich nicht diese lineare Entwicklung gehabt hätte, hätte ich nicht die Leidenschaft, die ich heute besitze“, so Bellucci nach seinem Sieg über Lajovic und Guerrieri.
Neben diesem spannenden Duell stehen weitere hochkarätige Partien auf dem Programm. Marco Cecchinato, ein weiterer italienischer Hoffnungsträger, scheiterte überraschend am jungen Spanier Martin Landaluce, der ihn mit einem klaren 6:4, 6:4 besiegte. Landaluce, der als Nummer vier gesetzt ist, demonstrierte eine beeindruckende Reife und wird im Viertelfinale auf den französischen Spieler Hugo Gaston treffen. Gaston, bekannt für seine blitzschnellen Füße und sein feines Spiel, dürfte eine harte Nuss für Landaluce sein.
Auch Raphael Collignon, der Titelverteidiger und Nummer eins des Turniers, steht im Viertelfinale. Der Franzose, der in der ATP-Weltrangliste auf dem 65. Platz notiert ist, trifft auf den jungen Luca Van Assche. Beide Spieler sind bisher ohne Satzverlust ins Viertelfinale eingezogen, sodass ein spannender Kampf erwartet wird. Der Sieger dieser Begegnung trifft dann entweder auf Landaluce oder Gaston.
Den Abschluss des Freitagsprogramms bildet das Duell zwischen Valentin Royer und Dino Prizmic. Beide Spieler sind gesetzte Spieler und versprechen ein offenes und unterhaltsames Match. Wer hier den Sieg davonträgt, bekommt es im Halbfinale entweder mit Bellucci oder Travaglia zu tun.
Die Atmosphäre im Turnier ist insgesamt von hoher Qualität geprägt, wenngleich einige wenige Pannen die Aufregung etwas mindern.
