Mitter übernimmt: eisenbichler schwärmt vom neuen dsv-trainer

Die Stimmung im deutschen Skisprung war gedrückt, die Weltcup-Ergebnisse enttäuschend. Doch mit der Berufung von Andreas Mitter zum neuen Bundestrainer scheint ein neuer Wind zu wehen. Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler äußert sich begeistert über den Österreicher und skizziert, welche Veränderungen er nun erwartet.

Ein organisationsgenie mit herz

Nach sieben Jahren unter Stefan Horngacher, der seinen Abschied verkündet hat, suchte der Deutsche Skiverband fieberhaft nach einem Nachfolger. Eisenbichler scheint die Lösung gefunden zu haben: „Er ist immer gut drauf und versucht, auch in schwierigen Trainingsphasen, den Spaß zu bewahren. Mit ihm zu trainieren, war immer eine Freude.“ Besonders hervorzuheben sei Mitter als „sehr guter Organisator“, der stets den Überblick behält – eine Eigenschaft, die ein Bundestrainer unbedingt benötigt. „Er ist ein Top-Mensch und ein Top-Trainer. Eine sehr gute Entscheidung wurde getroffen“, so Eisenbichler bei Eurosport.

Mehr freiheit für die stars?

Mehr freiheit für die stars?

Die bisherige Trainingsphilosophie unter Horngacher war geprägt von Strenge und einem detaillierten Plan. Eisenbichler deutet an, dass Mitter hier ansetzen könnte. „Ich kenne ihn noch aus meiner aktiven Zeit, und er war immer sehr gestaltungsfreudig.“ Die erfahrenen DSV-Springer könnten unter der neuen Führung von mehr Freiheit profitieren. „Die Trainingsmethoden unter Stefan waren eher strikt und folgten einem strengen Plan.“, erklärte Eisenbichler. Die Chance, die Athleten individuell zu fördern und ihre Stärken optimal auszuspielen, könnte so deutlich steigen.

Fokus zurück zum fliegen

Fokus zurück zum fliegen

Die größte Aufgabe für Mitter wird es sein, die Struktur im Team zu verändern und den Fokus wieder stärker auf das Fliegen zu legen. „Nicht nur auf den Absprung“, präzisiert Eisenbichler. Es geht darum, die Athleten zu ermutigen, Risiken einzugehen und ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Der Wechsel an der Spitze soll frischen Wind in das Team bringen, neue Impulse setzen und den eingeschliffenen Pfaden entgegentreten. Die Arbeit von Horngacher und seinem Vorgänger Werner Schuster sei zwar anerkannt worden, aber manchmal sei ein Umbruch notwendig, um Stillstand zu vermeiden.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Mitter tatsächlich die erhoffte Wende im deutschen Skisprung herbeiführen kann. Die Hoffnung auf neue Erfolge ist geweckt, und mit einem Trainer, der sowohl fachlich als auch menschlich überzeugt, scheint der DSV-Adlern ein neuer Aufwind zu beschieden. Die Weltcup-Saison 2026/27 wird mit Spannung erwartet – die Zeichen stehen auf Veränderung.