Mit 80 abgelöst: lucescu tritt nach herz-alarm zurück

Mircea Lucescu hat es nicht einmal vier Monate geschafft. Nach dem WM-Aus und einer sofortigen Herz-Klinik-Einlieferung legt der 80-Jährige den rumänischen Nationaltrainer-Posten nieder – als ältester Coach, der jemals eine Nationalelf betreute.

Der rücktritt folgt auf den herzschlag

Donnerstagmittag, Bukarest: Der Verband FRF vermeldet das Aus in zwei Sätzen. Kein Dank, keine emotionalen Worte. Einfach nur: „Mircea Lucescu zieht sich mit sofortiger Wirkung zurück.“ Die Begründung liefert das Leben selbst. In der Play-off-Niederlage in Istanbul, die Rumänien die erste WM-Teilnahme seit 1998 wieder versagte, kollabierte auf der Bank bereits seine Gesundheit. Drei Tage später wurde der Coach mit bekannten Herzrhythmusstörungen stationär aufgenommen – dieselten, die ihn bereits 2025 lahmgelegt hatten.

Die Statistik bleibt: 80 Jahre, 240 Tage – kein Nationaltrainer war jemals älter. Doch die Zahl wirkt plötzlich wie ein Makel. Denn Lucescu kehrt nicht als Sieger zurück, sondern als Patient, der die Qualifikation versiebte.

Hagi steht bereit, die ikone wird zur notlösung

Hagi steht bereit, die ikone wird zur notlösung

Während die FRF einen Nachfolger sucht, kreisen alle Blicke auf Gheorghe Hagi. Der „Karpaten-Maradona“ trainiert momentan Farul Constanța, aber er hat bereits 2001 kurzzeitig die Nationalmannschaft geleitet. Insider nennen seine Berufung „nur noch Formsache“. Für die Fans wäre er die Rettung: ein Idol, das die verlorene Generation wieder aufrichten soll.

Doch die Uhr tickt. Die Nations-League startet in 100 Tagen, ein neues Gesicht muss eine neue DNA entwickeln. Rumänien droht, zwischen den Generationen hängenzubleiben – mit einem 55-jährigen Shootingstar auf der Bank, der plötzlich selbst zur Übergangslösung werden könnte.

Lucescu selbst bleibt stumm. Seine letzte Amtshandlung: die Kündigung aus dem Krankenbett. Ein Ende, wie es das Skript eines Dramas lieben würde – nur steht dahinter kein Happy End, sondern ein leeres Stadto, eine verpasste WM und ein Rekord, der niemanden mehr beeindruckt.