Mit 75 jahren wirft gisela jaster heber – und trifft

Jeden Mittwochabend marschiert Gisela Jaster durch Kreuzberg zur Turnhalle des BSC Eintracht Südring. Gemächlich der Gang, das Ziel aber schnurgerade. Die 75-jährige Berlinerin aus Britz zieht sich um, betritt das Feld – und lässt Torhüterinnen alt aussehen. Mit einem Heber aus dem Handgelenk, locker und präzise, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Weil sie es auch nicht hat.

Sechzig jahre handball – und kein ende in sicht

Sechzig jahre handball – und kein ende in sicht

Seit über 60 Jahren spielt Jaster im Verein. Es begann in den 1960ern, als eine Nachbarin die damals 14-Jährige einfach mitnahm zum Training. Fußball für Mädchen gab es damals nicht. Handball schon. Und Gisela blieb. Beim SV Buckow 25 Jahre lang, dann bei der Eintracht Südring. Trainerinnen kamen und gingen, Mitspielerinnen auch. Jaster blieb.

In der Berliner Bezirksliga läuft sie heute neben Frauen, die ihre Enkelinnen sein könnten. Stört sie das? „Das ist ganz normal, weil das ja schon seit Jahren so ist