Mirandés: siebenjähriges kapitel im profifußball abrupt beendet

Ein Schock für die Rojillo-Fans: Der CD Mirandés ist aus der Liga Hypermotion abgestürzt. Nach sieben Jahren im Profifußball kehrt die Mannschaft aus Anduva in die Primera RFEF zurück – ein jäher Fall für einen Verein, der vor kurzem noch von der Bundesliga träumte.

Der traum von der ersten liga zerplatzt

Die bittere Wahrheit wurde in Granada besiegelt, als die letzten Hoffnungsschimmer auf einen Verbleib in der Liga Hypermotion erloschen. Die Ergebnisse der aktuellen Spielrunde ließen keinen Zweifel mehr: Mirandés muss den Abstieg hinnehmen. Was vor weniger als einem Jahr noch nach einem erreichbaren Ziel aussah – der Aufstieg in die oberste Liga – ist nun endgültig außer Reichweite geblieben.

Es ist kaum zu übertreiben, wenn man von einer Achterbahnfahrt der Gefühle spricht. 2017 stieg Mirandés als Tabellenletzter der zweiten Liga ab, doch der Verein bewies eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit und kehrte nur zwei Jahre später unter der Leitung von Andoni Iraola zurück in den Profifußball. Dieser Aufstieg markierte den Beginn einer goldenen Ära, die von überraschenden Einzügen ins Halbfinale des Copa del Rey, hart erkämpften Punkten und einem stetigen Wachstum geprägt war. Der Traum von der Bundesliga lag im Frühjahr in Oviedo zum Greifen nah, doch die Niederlage im Entscheidungsspiel ließ eine ganze Stadt im Stich.

Instabilität und fehlende konstanz

Instabilität und fehlende konstanz

Die aktuelle Saison begann unter einem schlechten Stern. Die Bauarbeiten in Anduva zwangen den Verein, einen Großteil der Hinrunde im Stadion von Vitoria auszutragen. Dies beraubte Mirandés eines seiner größten Vorteile: der Heimatunterstützung. Hinzu kam eine erschütternde Trainersuche. Fran Justo, Jesús Galván und schließlich Antxon Muneta – keiner von ihnen konnte den Abstiegsweg aufhalten. Das ständige Wechseln der taktischen Ausrichtung, zwischen einer Vierer- und einer Dreierabwehrkette, führte zu einem Mangel an spielerischer Reife und taktischer Stabilität.

Die Abwehr war ein ständiges Problem, und die Unfähigkeit, Spiele über die Zeit zu bringen, wurde zur Kostbarkeit des Rojillo-Kurses. Egal ob in Ipurua, El Plantío oder im jüngsten Unentschieden gegen die Real Sociedad B – das gleiche Problem wiederholte sich: Mirandés konnte keine Führung verteidigen und war in entscheidenden Momenten zu anfällig. Jedes Gegentor in der Nachspielzeit brachte den Abgrund näher.

Carlos Fernández war in dieser schwierigen Saison ein Lichtblick. Der andalusische Stürmer erzielte 16 Treffer – eine beachtliche Leistung, die aber letztendlich nicht ausreichte, um das Team zu retten. Mirandés war auf eine Mischung aus jungen Talenten, Leihspielern und unerfahrenen Kräften angewiesen, was sich nun als fataler Fehler erweist. Nach sieben Jahren kehrt die Mannschaft in die zweite Liga zurück, und der Verein steht vor einer neuen, schwierigen Aufgabe: den Wiederaufstieg anzustreben.