Eishockey-schock: schweiz verpasst gold im eigenen haus!
Zürich – Die Stille im Hallenstadion war ohrenbetäubend, als Konsta Helenius die Finnen in der Verlängerung zum Sieg schoss. Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, frisch von weiteren Erfolgen, scheiterte im Finale der Eishockey-WM 2026 an einem kompromisslosen Finnland. Ein bitteres Ende für die Gastgeber, die damit auch das dritte WM-Finale in Folge verloren.
Die defensive hält, der angriff versagt
Die Partie war ein taktisches Duell auf höchstem Niveau, geprägt von einer immensen Defensivarbeit auf beiden Seiten. Während die Finnen von Beginn an aggressiv auftraten, hielten sie die Schweizer Angriffsbemühungen über lange Zeit erfolgreich ab. Erst im ersten Powerplay kamen die Eidgenossen gefährlich vor das finnische Tor, doch Torhüter Justus Annunen bewies seine Klasse.
Das zweite Drittel bot eine kuriose Situation: Die Gastgeber spielten fünf gegen drei, konnten aber trotz Überzahl keine Torchance kreieren. Die finnische Abwehr stand wie ein Fels in der Brandung. Ein verpasster Siegtreffer von Josi, dessen Schuss Torhüter Annunen spektakulär verhinderte, ließ ahnen, dass es ein langer Abend werden würde.
Die Overtime sprach Finnlands Sprache. Helenius nutzte eine Unachtsamkeit der Schweizer Verteidigung eiskalt aus und markierte den entscheidenden Treffer. Damit sicherte sich Finnland den fünften WM-Titel in der Geschichte und brach die Schweizer Goldträume jäh.
Es ist kaum zu übersehen: Jan Cadieux hat die Aufgabe übernommen, den Schatten von Patrick Fischer, der wegen eines Skandals um ein gefälschtes Corona-Impfzertifikat entlassen wurde, zu vertreiben. Doch der erste große Test ist gescheitert.

Sensation in der bronzemedaille: norwegen schlägt kanada
Während die Finnen jubelten, gab es eine weitere überraschende Wendung bei der Eishockey-WM. Norwegen, das im Halbfinale gegen die Schweiz noch chancenlos war, besiegte Kanada mit 3:2 nach Verlängerung und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Ein historischer Erfolg für das Team um den überragenden DEL-Torhüter Henrik Haukeland, der seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel gehalten hat. „Ich weiß gar nicht, was ich fühlen soll. Mir fehlen die Worte“, erklärte Siegtorschütze Noah Steen nach dem Spiel. Der ehemalige DEL-Stürmer Andreas Martinsen assistierte und betonte: „Hätte uns irgendjemand gesagt, unser letztes Spiel wäre um Bronze und ginge in die Verlängerung, hätten wir es genommen.“
Für Kanada bedeutete die Niederlage das frühestmögliche Ausscheiden ohne Medaille – ein herber Schlag für die nominell stärkste Mannschaft der WM, in der auch zahlreiche NHL-Stars vertreten waren.
Die Schweizer müssen sich nun fragen, wie sie aus dieser Niederlage lernen und den Blick nach vorne richten können. Das Turnier hat gezeigt, dass die Konkurrenz im Eishockey immer stärker wird und dass nur harte Arbeit und eine konstante Leistung zum Erfolg führen.
