Miranda-nachwuchs stürmt zum triumph: brasiliens neues ausnahmetalent

Ein Name hallt im brasilianischen Fußball wider, und ein anderer ist auf dem Weg, ihn zu ergänzen: Lucas Miranda, Sohn der Atlético-Legende Joao Miranda, hat mit brasilien das prestigeträchtige Turnier von Montaigu gewonnen. Ein Sieg, der nicht nur die Fortsetzung einer glorreichen Familie bedeutet, sondern auch die Ankunft eines neuen Stars auf der internationalen Bühne ankündigt.

Der schatten des vaters, das licht des sohnes

Der schatten des vaters, das licht des sohnes

Joao Miranda, einst unumstrittener Leistungsträger von Atlético unter Diego Simeone und brasilischer Nationalspieler, hinterlässt eine beeindruckende Bilanz: 178 Einsätze, fünf Titel und eine Copa América sowie ein Gewinn der Konföderationen. Nun scheint die Familientradition in seinem Sohn Lucas fortgesetzt zu werden. Der 16-Jährige führte die brasilianische U16-Nationalmannschaft im Turnier von Montaigu zum Titel, einem Wettbewerb, der oft als inoffizielle Weltmeisterschaft für diese Altersgruppe gilt.

Lucas Miranda, der sowohl als zentraler Verteidiger als auch als linker Außenverteidiger eingesetzt werden kann – seine starke Linke und seine Schnelligkeit sind dabei seine größten Trümpfe – übernahm die Kapitänsrolle, die einst seinem Vater im U18-Nationalteam gebührte. Der Sieg gegen Portugal im Finale (0:0) rundete einen beeindruckenden Auftritt ab, der bereits im Halbfinale gegen Frankreich mit 3:0 besiegelt wurde. brasilien hatte seit 38 Jahren nicht mehr das Turnier gewonnen, bis die von Endrick geführte Generation es 2022 schaffte – nun folgt Lucas auf ihre Erfolgsspur.

Wie schon in früheren Jahren Cristiano Ronaldo, Mbappé, Vinicius, Thierry Henry, Benzema, Pogba und Pirlo als vielversprechende Talente in Erscheinung traten, so sticht nun der Sohn des ehemaligen Atlético-Verteidigers hervor. Seine Leistungen haben das Interesse europäischer Clubs geweckt. Lucas Miranda, mit EU-Pass, ist der einzige Sao Paulo-Spieler im brasilianischen Kader und könnte bald in einem europäischen Verein spielen. Sein älterer Bruder Joao, 20 Jahre alt, spielt bereits in Banská Bystrica in der Slowakei.

Die Wurzeln im brasilianischen Fußball liegen tief: Lucas Miranda begann seine Karriere in der Jugendakademie von Atlético, bevor er für vier Jahre zum Inter Mailand wechselte, wo sein Vater spielte. Er gilt als Produkt der Jugendabteilung von Sao Paulo, der „Cotia“. „Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, so Lucas nach dem Gewinn. „Wir sind als Familie in dieses Turnier gegangen und haben es als Familie gewonnen.“

Das Turnier von Montaigu war nicht der erste Erfolg für Lucas Miranda in den brasilianischen Jugendnationalmannschaften. Bereits vor einem Jahr gewann er die CONMEBOL Liga Evolución U15, die dem Südamerikanischen Nachwuchsturnier entspricht. Die Konzentration und die Bereitschaft, hart zu arbeiten, haben ihn hierher geführt – und nun steht ihm die Welt offen.

Es bleibt abzuwarten, ob Lucas Miranda die Fußstapfen seines Vaters füllen kann, aber eines ist sicher: Er hat das Potenzial, ein großer Spieler zu werden. Und die Fußballwelt sollte ihn im Auge behalten.