Milosavljev pariert siebenmeter um siebenmeter – füchse-keeper zerlegt werfer mit 22 minuten irrsinn
Dejan Milosavljev spielte sich in einen Rausch, den selbst die gegnerische Bank verstummen ließ. Nach 22 Minuten hatte der Füchse-Torhüter fünf Siebenmeter neutralisiert – eine Zahl, die normalerweise ein ganzes Spiel braucht, um sich überhaupt anzusammeln.
Der block, der alles veränderte
Beim Stand von 6:6 packte der Serbe den ersten. Links oben. Dann rechts unten. Dann Mitte, wo er zunächst tauschte und doch noch die Hand hochriss. Die Werfer des SC Magdeburg schauten sich an wie Jungs, die den Ball verloren haben. Wer schießt schon freiwillig gegen jemanden, der jeden zweiten Wurf zurückgibt?
Statistiker wühlen in den Archiven: Die letzte vergleichbare Serie datiert aus 2019, damals hielt Mikael Appelgren ebenfalls fünf Siebenmeter – allerdings über 47 Minuten. Milosavljev brauchte keine Hälfte, er brauchte ein Viertel.

Warum das jetzt alle bundesliga-trainer umtreibt
Die Szene fühlte sich an wie ein Software-Update, das mitten im Match installiert wird. Werfer laufen üblicherweise mit 72 % Erfolgsquote auf – gestern sank der Wert der Magdeburger auf 42 %. Trainer Benoit Barbe wechselte zweimal den Schützen, beide Male landete der Ball im Handschuh des 29-Jährigen.
Lo que nadie cuenta es: Milosavljev trainiert seit Sommer mit Reaktionsbändern, die per Zufallsgenerator ein Lichtsignal auslösen. Er springt, bevor der Werfer den Arm über Kopfhöhe hat. Die Bundesliga hat einen neuen Benchmark.
Die Füchse gewannen am Ende 32:26, doch die Siebenmeter-Statistik steht in der Kabine schon mit Kugelschrift an die Wand gekritzelt: 0/7. Milosavljev lacht, als er daran vorbeiläuft. „Nächstes Mal hole ich zwei mehr, dann ist die Null komplett“, sagt er – und meint es.
