Miley cyrus zögert: super-bowl-show als persönliche achterbahn statt mega-spektakel
Sie gilt als Top-Kandidatin, doch Miley Cyrus (33) zögert. Die NFL buhlt, die Wettbüros nennen ihre Quote als Favoritin – und Cyrus selbst? Die verbiegt sich nicht. Stattdessen spricht sie offen über Angst, Druck und das Gefühl, vor 120 Millionen Zuschauern platzen zu können.
Die Sängerin sagt im Interview mit „Variety“: „Es fühlt sich einfach nach zu viel an.“ Ihre Lösung: Die Halftime-Show darf kein Event sein, sondern muss wie eine private Reise klingen. Weniger Feuerwerk, mehr Storytelling – ein Konzept, das sie schon für ihr „Hannahversary“-Special bei Disney+ erprobt hat.
Warum die nfl trotzdem auf cyrus setzt
Cyrus spricht alle Altersgruppen an. Ihre Liste der Hits reicht von „Wrecking Ball“ bis „Flowers“, ihre Stimme rattert durch Genres wie ein Zug durch Stationen. 2021 bewies sie vor dem Super Bowl, dass sie auch vor 7.500 Krankenpflegern Rock, Pop und Emotion in einem Set verpackt. Die NFL liebt solche Querschnittswerte – und das SoFi Stadium in Los Angeles wartigt mit einer Bühne, die wie für ihre Bühnenpräsenz gebaut scheint.
Die Buchmacher spiegeln das wider: FanDuel zahlt auf ihren Auftrakt kaum was, weil kaum jemand gegen sie wettet. Doch intern ist kein Vertrag unterschrieben. Cyrus’ Bedingung: Sie will die Show erst dann ankündigen, wenn sie sich selbst nicht mehr als „Super-Bowl-Act“ sieht, sondern als Künstlerin, die einfach nur spielt.

Der countdown läuft – mit oder ohne sie
Die Uhr tickt. Die NFL sucht einen Headliner, der im Februar 2027 die Werbemillionen anlockt. Cyrus feiert 2026 ihr 20-jähriges „Hannah Montana“-Jubiläum – ein Marketing-Gag, der sich perfekt mit dem Super-Bowl-Spot verbinden ließe. Doch die Sängin will nicht zum zweiten Mal dasselbe Jubiläum auf einer Bühne recyceln. Stattdessen fordert sie: „Ich müsste mental daran arbeiten, dass es nicht um den Super Bowl geht.“
Die Liga bleibt gelassen. Sie hat Erfahrung mit Zögernden: Rihanna sagte zweimal ab, bevor sie 2023 zustimmte. Beyoncé verhandelte jahrelang. Cyrus ist Teil eines langen Poker-Spiels, bei dem die Karten erst dann offenliegen, wenn sie selbst ihre Hand auf den Tisch legt.
Bis dahin bleibt ein Fakt: Ohne ihre Unterschrift ist jede Quote nur ein Bluff. Und die NFL weiß: Wenn Miley Cyrus erst einmal singt, vergisst das Stadion für zwölf Minuten, dass es ein Super Bowl ist. Dann ist es nur noch Musik – und das kann genug sein, um Geschichte zu schreiben.
