Milans kader zittert: diese stars hängen an allegri – und könnten mit ihm gehen
San Siro ist ein Theater, nicht nur ein Stadion. Und hinter dem Vorhang brodelt es: Mehrere Schlüsselspieler der Rossoneri sind emotional und sportlich so eng mit Max Allegri verbandelt, dass ein Abschied des Trainers direkte Folgen für den Kader hätte. Das steht fest, seit interne Gespräche aus Mailand durchsickerten.
Die interne liste: bartesaghi, gabbia, maignan und drei weitere
Der Klub führt eine interne Risikoanalyse. Darauf tauchen Namen wie Bartesaghi, Gabbia und Maignan ebenso auf wie Modric, Pavlovic und Rabiot. Gemeinsamer Nenner: Sie alle verbindet mehr als nur ein Arbeitsverhältnis zu Allegri. Es sind mentale Paten-Töchter und -Söhne, verlängerte Spiel-Armee des Coaches.
Bei Bartesaghi etwa soll das Vertrauen des Italieners der Grund sein, warum der 19-Jährige seine Berater angewiesen hat, alle Anfragen aus England und Spanien zu ignorieren. Gabbia wiederum erhielt nach schwierigen Monaten unter der Vorgänger-Trainerie das Versprechen auf eine feste Startelf-Rolle – gegeben von niemand geringerem als Allegri persönlich.
Und Maignan? Der Franzose pflegt eine fast schon väterliche Beziehung zum Coach. Nach der Verletzungspause im Winter war es Allegri, der ihn jeden Morgen um 7:30 Uhr im Fitnessraum erwartete, um individuelle Reha-Pläne durchzugehen. „Ohne ihn hätte ich in drei Monaten nicht wieder auf dem Platz gestanden“, sagte Maignan vor zwei Wochen im Interview mit L'Équipe – ein Satz, der in Mailand keine Notiz im Sportressort blieb.

Modric und rabiot: die macht der alternativen
Luka Modric schaut ohnehin täglich auf die Uhr. Sein Vertrag läuft 2025 aus, ein Wechsel nach Amerika kursiert seit Monaten. Aber: Nur mit Allegri an der Seite überlegt der Kroate ernsthaft, ein weiteres Jahr in Europa zu bleiben. Das haben seine Berater laut Gazzetta dello Sport signalisiert. Ein klares „Wenn Max bleibt, bleibe ich.“
Adrien Rabiot wiederum nutzt Milan als Sprungbrett für eine letzte große Krönung seiner Karriere. Die Mutter-Vereinbarung mit Allegri, die auf eine feste Doppel-Sechs mit ihm und Reijnders abzielt, ist laut Insidern fixiert in einem Handschlag – kein offizielles Papier, aber verbindlich genug, um bei einem Trainerwechsel zu platzen.

Was passiert, wenn allegri fällt?
Der Klub plant bereits Szenarien. Ein vorzeitiger Abgang von Maignan würde Milan rund 45 Millionen Euro kosten – so viel verlangt der Franzose mindestens auf dem Markt, um seine Ausstiegsklausel zu aktivieren. Verkauft der Klub, braucht er einen neuen Stammtorhüter. Behält er ihn, riskiert er eine Motivationskrise, sollte Allegri gehen.
Bei Bartesaghi und Gabbia sieht es kaum besser aus. Beide gelten als Leihkandidaten, falls der neue Trainer kein klassisches Viererketten-System fährt. Ein Umstand, der ihre Marktwerte sinken ließe – und gleichzeitig die Nachwuchsarbeit des Klubs infrage stellt. Denn Bartesaghi ist das Aushängeschild der eigenen Akademie.
Die nächsten zehn Tage sind entscheidend. Am 28. Mai tagt der Aufsichtsrat, Allegri soll seinen Zukunftsplan präsentieren. Bis dahin schweigen die Spieler öffentlich. Intern aber sickert durch: Einige haben ihre Berater beauftragt, parallel nach Optionen zu spähen – für den Fall, dass das Allegri-Kartenhaus einstürzt.
Milan steht also nicht nur vor der Frage, ob der Trainer bleibt, sondern auch: Wer bleibt mit ihm? Die Antwort könnte die komplette Transferstrategie des Sommers über den Haufen werfen. Und die Curva Sud ahnt es bereits. In den letzten Spielen skandierte sie nicht „Allegri“ – sondern „Resta tutto“, bleibt alle. Ein Wunsch, der sich schnell als Luftnummer erweisen könnte.
