Eishockey-wm: usa patzt, kanada kämpft sich durch!

Zürich – Schock in der Gruppe A der Eishockey-Weltmeisterschaft: Die USA, Titelverteidiger und Olympiasieger, kassierten eine deutliche Niederlage gegen Finnland und müssen nun ernsthaft um das Viertelfinale bangen. Kanada tat sich gegen Dänemark schwer, setzte sich aber letztendlich durch – ein Déjà-vu für die Kanadier, die im Vorjahr bereits in dieser Phase überraschend früh ausschieden.

Finnland demoliert die usa

Die Partie zwischen den USA und Finnland entwickelte sich zu einer klaren Angelegenheit für die Skandinavier. Nach einer zunächst ausgeglichenen Phase übernahm Finnland das Spielgeschehen vollständig und ließ den angeschlagenen Gegner alt aussehen. Lenni Hämeenaho erzielte bereits früh im ersten Drittel zwei Treffer, Patrik Puistola erhöhte kurz darauf auf 3:0. Die Amerikaner, die bereits im ersten Spiel gegen die Schweiz eine Pleite einstecken mussten, wirkten zunehmend demoralisiert. Aatu Räty, Saku Mäenalanen und schließlich NHL-Star Anton Lundell baute die Führung im weiteren Verlauf weiter aus. Matt Coronato und Ryan Leonard konnten für die USA lediglich zwei Treffer erzielen, ansonsten blieb das US-Team offensiv blass.

Die Ausmaße der Niederlage sind alarmierend – besonders angesichts des bevorstehenden Duells mit dem Weltmeister am Mittwoch. Sollte Deutschland ebenfalls gewinnen, droht den USA der Ausschluss aus dem Viertelfinale bereits in der Vorrunde.

Crosby rettet kanada vor blamage

Crosby rettet kanada vor blamage

Auch Kanada hatte gegen Dänemark zu kämpfen. Im Vorjahr scheiterten die Kanadier sensationell an den dänischen Co-Gastgebern, und die Dänen zeigten auch diesmal, dass sie den Rekordweltmeister nicht unterschätzen sollten. Zwei torlose Drittel deuteten auf einen weiteren Überraschungskrimi hin. Doch dann sorgte Kanada in einem furiosen Powerplay für die Wende. Sidney Crosby, der unbestrittene Star der Mannschaft, bereitete alle fünf Treffer vor – eine Leistung von außergewöhnlicher Klasse. Die Dänen konnten lediglich einen Ehrentreffer markieren.

Die Ankunft von Matthew Tkachuk, dem einzigen Goldmedaillengewinner von Mailand, am Dienstag könnte den USA im Kampf um das Viertelfinale neue Hoffnung geben. Ob der Stürmer der Florida Panthers jedoch rechtzeitig in Form ist, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die USA müssen sich gegen Finnland und Deutschland deutlich steigern, wenn sie ihre Titelambitionen wahren wollen.