Milan zieht ohne gabbia und loftus-cheek nach rom – estupiñán spaltet das lager
Der AC Milan muss am Sonntag in der Olimpico auf zwei Leistungsträger verzichten. Mattia Gabbia und Rubén Loftus-Cheek fehlen im Kader für die Partie bei Lazio. Die Nachricht schlug am Mittwoch auf Milanello ein wie ein Aprilhagel: hart, unerwartet, kurzfristig.

Die abwehr rückt zusammen – estupiñán liefert das kopfkino
Trainer Paulo Fonseca muss umbauen. Die Lücke im Zentrum füllt Fikayo Tomori, flankiert von De Winter und Pavlovic. Die Vorgabe ist klar: die Null muss stehen, weil Milan in den letzten fünf Pflichtspielen nur sieben Punkte holte. Wer hinten sicher steht, spielt vorne auf. Doch auf der linken Außenbahn brodelt es.
Carlos Bartesaghi ist nach seiner Sprunggelenkspause wieder voll einsatzbereit. Trotzdem könnte Óscar Estupiñán starten. Der Ecuadorianer schoss sich mit seinem Siegtreffer gegen Parma in die Herzen der Curva Sud – und in die Startelf-Diskussion. Die Entscheidung fällt erst am Samstagabend. Fonseca will das Tempo im Training sehen, nicht das Instagram-Feuer.
Im Mittelfeld fehlt Rabiot gesperrt. Seine Karte im Derby war die fünfte Saisonverwarnung. Samuele Ricci liegt in der Hierarchie vor Jashari, weil er die Räume zwischen den Linien schneller schließt. Die Statistik spricht für ihn: Mit Ricci auf der Sechs kassierte Milan in 214 Minuten kein Gegentor.
Oben suchen Pulisic und Leão den Weg zurück in die Torjägerliste. Für den US-Amerikaner war der 29. Dezember 2025 zuletzt ein Erfolgserlebnis – das ist 74 Tage her. Leão glänzte gegen kleinere Gegner, verlor aber jede Dribblingsstatistik gegen Inter. Beide brauchen ein Statement, sonst rückt Füllkrug ins Zentrum und Nkunku beginnt auf der Bank.
Milan hat die Meisterschaft wieder geöffnet, behauptet die Klubführung. Die Wahrheit liegt im Olympico. Dort zählt kein Video, keine Statistik – nur das Ergebnis. Fonseca weiß: Verliert seine Mannschaft, liegt sie acht Punkte hinter Inter. Die Saison wäre keine mehr, sondern ein Nachruf.
