Milan: wer kehrt zurück, wer geht? personal-poker um sieben spieler!

Mailand – Der AC Milan steckt mitten im Umbruch, und es ist ein echtes Chaos hinter den Kulissen. Während Zlatan Ibrahimović in den USA als Experte für Fox Sports neu startet, herrscht in Mailand selbst kaum noch Betriebsamtes. Präsident Scaroni und Berater Calvelli halten zwar den administrativen Laden am Laufen, aber die entscheidenden Personalentscheidungen hängen in der Schwebe – und das aus gutem Grund: Es fehlt ein Trainer und ein Sportdirektor, die klare Anweisungen geben können.

Die rückkehrer: ein balanceakt zwischen hoffnung und verpflichtung

Die rückkehrer: ein balanceakt zwischen hoffnung und verpflichtung

Sieben Spieler, deren Leihen in dieser Saison endeten, stehen vor ihrer Rückkehr nach Mailand. Doch wer wird wirklich eine Chance erhalten? Die Situation ist kompliziert, denn einige Verträge wurden nicht verlängert, während bei anderen Klauseln greifen, die eine Rückkehr erzwingen. Eine erste Hürde sind die drei Spieler – Pobega, Colombo und Jimenez – deren Leihen automatisch in einen Kaufvertrag umgewandelt wurden. Das entbindet den Verein von weiteren Verhandlungen, aber es schafft auch neue Verpflichtungen im Kader.

Der komplizierteste Fall ist zweifellos der algerische Mittelfeldspieler Bennacer. Seine Leihe in Marseille scheiterte, und auch bei Dinamo Zagreb konnte er nicht überzeugen. Ständige Verletzungen bremsten seine Entwicklung. Der Verein steht nun vor der schwierigen Entscheidung: Entweder gibt man ihm ein letztes Comeback, oder man versucht, den Vertrag vorzeitig zu lösen. Letzteres wäre allerdings teuer, denn Bennacer verdient fast sieben Millionen Euro netto pro Saison. Eine Option wäre, ihn ablösefrei ziehen zu lassen, um Gehaltskosten einzusparen.

Ein weiterer Name, der für Aufsehen sorgt, ist Samuel Chukwueze. Während es in der Rückrunde noch hieß, dass Fulham ernsthaftes Interesse an einer Kaufoption habe, hat sich die Lage geändert. Die festgeschriebene Ablösesumme von 26 Millionen Euro könnte für den Milan zu hoch sein, wenn sie nicht neu verhandelt wird. Sollte ein Trainer kommen, der auf ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 System setzt, könnte Chukwueze jedoch eine wichtige Rolle spielen.

Auch Musah, dessen Leihe bei Atalanta alles andere als geglückt war, steht vor seiner Rückkehr. Da Atalanta die Kaufoption von 24 Millionen Euro nicht zieht, ist seine Zukunft offen. Ähnlich sieht es bei Bondo und Terracciano aus, deren Leihe bei der abgestürzten Cremonese endete.

Die jungen Talente Camarda und Zeroli komplettieren das Puzzle. Ihre Entwicklung muss nun genau beobachtet werden, auch im Hinblick auf die Kaderliste. Sie könnten durchaus eine Chance erhalten, sich im Profibereich zu beweisen.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für den AC Milan. Die Verpflichtung eines neuen Trainers und Sportdirektors wird den Weg für klare Entscheidungen im Personalbereich ebnen. Ob die Rückkehrer eine Zukunft in Mailand haben oder in neue Ligen wechseln, bleibt abzuwarten.