Milan stellt transferplan vor: lewandowski, vlahovic und kean im fokus

Der AC Milan hat die Weichen für die Sommer-Transferperiode gestellt. Max Allegri fordert eine „Qualitätsinjektion“, nicht nur Quantität. Der Klub will die Champions-League-Einnahmen nutzen, bleibt aber auf dem Transfermarkt sparsam. Fünf Spieltage vor Saisonende stehen vier Schlüsselpositionen auf dem Zettel – und einige heiße Namen.

Offensive mit superstar-optionen, aber teuer

Dušan Vlahović, Moise Kean und Robert Lewandowski bilden das offensive Dreigestirn auf der Wunschliste. Doch die Gehaltsforderungen des Polen lassen die Budgetplaner schlucken. Lewandowski verlangt laut internen Berichten ein Jahresgehalt von über 20 Millionen Euro netto – ein Betrag, der das Milan-Gehaltsgefüge sprengen würde. Vlahović wiederum ist Juventus noch immer vertraglich gebunden, ein Transfer müsste über eine Leihkonstruktion mit Kaufoption laufen. Kean gilt als günstigere Alternative, doch dessen Unbeständigkeit in der Torquote bleibt ein Risiko.

Die Lösung könnte ein Mix werden: Ein erfahrener Leader (Lewandowski) plus ein junger Hochkaräter (Kean oder Vlahović) – aber nur, wenn der eine seinen Anspruch senkt und der andere seinen Preis. Die Zeit drängt, denn die Champions-League-Qualifikation ist noch nicht sicher.

Goretzka ganz oben auf dem mittelfeld-zettel

Goretzka ganz oben auf dem mittelfeld-zettel

Im Zentrum hat Milan nur einen Namen ganz groß geschrieben: Leon Goretzka. Der deutsche Nationalspieler ist bei Bayern München nicht mehr unantastbar, seine robuste Spielweise passt perfekt zur Serie A. Allerdings: Goretzka verdient aktuell rund 18 Millionen Euro brutto pro Jahr. Milan bietet maximal 10 plus Leistungsprämien. Eine Differenz, die verhandelt werden muss.

Allegri sieht im 31-Jährigen den „Box-to-Box-Krieger“, der neben Tijjani Reijnders die Balance zwischen Ballbesitz und Umschaltspiel herstellen kann. Ein Transfer würde Signalwirkung haben – aber nur, wenn Goretzka auf rund 7 Millionen netto runtergeht. Sonst droht das nächste Sanierungsprojekt.

Abwehr und außenbahn: junge talente statt teure stars

Abwehr und außenbahn: junge talente statt teure stars

Die Defensive soll nicht mit Millionen-Transfers aufgemöbelt werden. Milan scoutet derzeit Alessandro Buongiorno (Torino) und Lilian Egloff (Stuttgart U23). Beide sind preiswert, haben Potenzial und passen ins Klub-Profil „joung & hungy“. Auf der linken Außenbahn wird Fábio Vieira (Porto, ausgeliehen an Arsenal) als Alternative zu Rafael Leão gehandelt, falls der Portugiese den Klub verlässt.

Die Devise lautet: verkaufen, um kaufen zu können. Divock Origi und Yacine Adli stehen auf der Verkaufsliste, sollen rund 25 Millionen Euro einbringen. Dazu kommen mögliche Leihgeschäfte für Tommaso Pobega und Alessandro Florenzi. So entsteht Spielraum – aber kein Freibrief für Luxus.

Allegris fazit: „wir brauchen charakter, nicht nur karussell“

Allegri warnte nach dem 2:2 in Verona: „Wir können nicht einfach 15 neue Spieler holen. Wir brauchen vier, fünf mit Charakter, die sofort liefern.“ Die Champions-League-Qualifikation ist das Minimum, die Europa-League-Teilnahme das Soll. Fehlt sie, platzt der ohnehin knappe Etat.

Die nächsten Wochen entscheiden, ob Milan im Sommer wirklich zugreift – oder wieder einmal nur heiße Luft verbreitet. Die Fans warten auf ein Zeichen. Die Uhr tickt. Und Goretzka? Der weiß inzwischen, dass seine Entscheidung nicht nur sportlich, sondern auch finanziell wehtun könnte.