Milan in der krise: allegri plantzt angriff auf udinese!
Mailand – Die Stimmung im San Siro ist gedrückt. Der AC Milan, einst gefürchteter Angstgegner in der Serie A, kämpft mit einer erschreckenden Torflaute. Während die Konkurrenz reihenweise trifft, bleibt der Angriff der Rossoneri blass. Kann Trainer Max Allegri mit einem radikalen Umbau die Wende einleiten?
Die zahlen lügen nicht: ein angriff ohne durchschlagskraft
23 Treffer in 31 Spielen – das ist die bittere Bilanz der Milan-Offensive. Ein Vergleich mit den Top-Teams in Europa ist demütigend. Während der Paris Saint-Germain und Lens auf 39 Tore kommen, liegt der FC Barcelona bei 38 und Real Madrid bei 36. Selbst der Inter Mailand, der ärgste Rivale, weist mit 35 Toren eine deutlich bessere Quote auf. Nur Arsenal und der SSC Neapel performen noch schlechter.
Die neuen Angreifer, Christian Pulisic, Rafa Leao, Samuel Nkunku, Santiago Giménez und Lucas Füllkrug, haben sich bisher kaum bewiesen. Leao und Pulisic kommen auf neun bzw. acht Tore, Nkunku auf fünf, Füllkrug auf ein Tor und Giménez steht bei null. Eine erschreckende Entwicklung, besonders wenn man bedenkt, dass in den beiden Vorjahren Giroud (13 Tore in der Saison 2023/24) und Leao (12 Tore in der Saison 2022/23) für deutlich mehr Gefahr sorgten.

Allegri denkt über ein 3-5-2-system nach
Die Zeichen stehen auf Veränderung. Nach der ernüchternden Niederlage gegen Neapel hat Allegri erstmals öffentlich über den Einsatz eines dreifachen Angriffs gesprochen. „Wir werden sehen, ob die Spieler dafür bereit sind“, meinte der Coach, deutete aber an, dass die Partie gegen Udinese am Samstag eine ideale Gelegenheit bieten könnte.
Es stellt sich die Frage, wer in der neuen Formation den Vorzug erhält. Leao ist angeschlagen und wird voraussichtlich nicht die volle Distanz spielen können. Pulisic hingegen, der nach seiner Rückkehr aus den USA etwas müde wirkte, hat im letzten Spiel mehr Einsatzzeit bekommen und scheint bereit für einen Startelfeinsatz. Giménez könnte als Stoßstürmer in Frage kommen, während Nkunku sich nach einem Platz auf dem Flügel verändern müsste. Ein Umbau, der auch die Abwehrreihen betrifft und die Entscheidung über den rechten Verteidiger erforderlich macht.
Saelemaekers könnte das größte Opfer dieser taktischen Neuausrichtung werden. Der Belgier, der unter Allegri keine feste Rolle spielt, müsste sich nun mit einem Platz als Rechtsaußen abfinden – ein Szenario, das ihm langfristig schaden könnte. Aber wer zählt schon im Moment darauf?
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Kann Allegri mit einer mutigen Entscheidung die Offensive wieder in Schwung bringen und den Milan zurück in die Erfolgsspur führen? Die Fans hoffen es – denn die Zeit drängt. Die Scudetto-Träume schwinden mit jedem verlorenen Punkt.
