Mikulic knallt bosnischen verband: nationalteam-aus mit knall

Luka Mikulic schlägt die Hände über dem Kopf zusammen – und dann aufs Instagram-Keyboard. Der GC-Verteidiger schreibt sich nach seiner Nicht-Nominierung für die bosnische U21 die Seele aus dem Leib, und Bosnien hat plötzlich ein Problem, das größer ist als ein einzelner Spieler.

„Ich war nur ein statist“ – mikulic packt aus

Die Geschichte beginnt im Oktober 2025. Mikulic fliegt nach Sarajewo, freut sich auf seine erste EM-Quali-Minute – und darf 60 Sekunden ran. „Ob er mich demütigen wollte, weiß er am besten“, sagt er heute über Trainer Branislav Krunic. Seitdem wartet er auf eine Erklärung, wartet auf eine faire Chance. Stattdessen folgt das Schweigen, dann das Aus.

Der 20-Jährige zählt auf: andere Profis wechseln, bleiben nominiert; er spielt sich bei Grasshopper in neun Rückrundenspielen in die Startelf – und fliegt trotzdem raus. Die Logik? Fehlanzeige. „Für mich ist die Nationalmannschaft ab heute ein abgeschlossenes Kapitel“, schreibt er – ein Satz, der in Sarajewo bis zum Präsidenten durchschallt.

Grasshopper profitiert vom bosnien-knall

Grasshopper profitiert vom bosnien-knall

Die Zürcher gewinnen einen Innenverteidiger, der sich beweisen will. Seit Mikulics Wechsel im Januar kassierte der Tabellenvorletzte nur noch neun Gegentore – ein Sechstel weniger als in der Hinrunde. Trainer Carlos Bernegger schmunzelt: „Er kommt mit Wut und spielt mit Herz. Genau das brauchen wir.“

Mikulic selbst trainiert doppelt, verlässt das Feld als Letzter. Teamkollegen berichten, er schreibe sich nach jeder Einheit die Trainingsdaten in ein schwarzes Notizbuch – Seiten volter Zahlen, Seiten voller Bosnien-Frust. „Ich will Titel gewinnen, nicht nur dabei sein“, sagt er im Trainingslager in Türkheim. Der Satz klingt wie ein Versprechen an sich selbst – und wie eine Drohung an den Verband, der ihn vergessen wollte.

Am Samstag gastiert GC in Sion. Mikulic wird spielen, wird grätschen, wird köpfen. Und wenn die Kurve sein Namen skandiert, könnte Bosnien einen Moment lang den Fehler bereuen – ehe der Ball wieder rollt und Mikulic endgültig in Zürich ankommt.