Mhc vor final four: "wir wollen den titel mehr als andere!"

Bonn – Die Damen des Mannheimer HC (MHC) stehen vor dem Deutschen Feldhockey-Final Four und sind bereit, Geschichte zu schreiben. Nach einer starken Hauptrunde reisen sie als Top-Favoritin an und wollen die bittere Niederlage des Vorjahres gegen den Harvestehuder THC vergessen machen. Das Duell der Giganten am Samstag um 11:45 Uhr verspricht ein Feuerwerk auf dem Feld.

Ein jahr der reife und des lernens

Die Erinnerung an das Halbfinal-Aus im vergangenen Jahr ist zwar noch präsent, doch die Mannheimerinnen haben sich seither weiterentwickelt. Zwei weitere Siege gegen den HTHC in der laufenden Saison zeigen, dass sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben. MHC-Kapitänin Stine Kurz brachte es auf den Punkt: "Weil wir es mehr wollen als andere." Diese unbändige Entschlossenheit wird entscheidend sein, um den Titel zu holen.

Die Ausgangslage ist ähnlich wie im Vorjahr, doch die MHC ist gewachsen. Die Spielerinnen haben gelernt, mit dem Druck umzugehen und ihre Stärken optimal einzusetzen. Trainer Sofie Gierts hat eine eingespielte Mannschaft geformt, die sowohl spielerisch als auch kämpferisch überzeugt. Die Fitness ist ein weiterer Trumpf: "Wir sind mit Abstand die fitteste Mannschaft“, betonte Kurz. „Das müssen wir an dem Wochenende, vor allem bei den Temperaturen, bis zum Ende zeigen.“

Mehr als nur hockey: attitude und teamgeist

Mehr als nur hockey: attitude und teamgeist

Der Weg zum Titel führt aber nicht nur über spielerische Klasse. Entscheidend wird auch die "Attitude" sein, die Körpersprache, die den Gegner einschüchtert und den Teamgeist widerspiegelt. Das Viertelfinale gegen Rot-Weiss Köln hat gezeigt, dass man nicht immer schön Hockey spielen muss, um zu gewinnen. Manchmal reicht es, "eklig" zu sein, wie Kurz es formulierte.

Die Erfahrungen aus dem verlorenen EHL-Halbfinale gegen SCHC werden ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Das frühe Rückstand in diesem Spiel hat gezeigt, wie wichtig es ist, von Beginn an wach zu sein. Der MHC hat daraus gelernt und ist bereit, sich diesen Herausforderung zu stellen. Die Qualität ist da, aber entscheidend ist, sie gemeinsam auf den Platz zu bringen.

Die Spielerinnen des MHC haben in den letzten Jahren Rückschläge erlebt, Trainerwechsel gemeistert und sich immer wieder neu gefunden. Diese Erfahrungen haben sie gestärkt und ihnen gezeigt, was es bedeutet, als Team zusammenzuhalten. Die Meisterschaft wäre nicht nur der sportliche Höhepunkt, sondern auch eine Belohnung für die harte Arbeit und den unermüdlichen Einsatz.

Stine Kurz sprach mit Nachdruck: "Wir haben es seit langem auch mal wieder verdient, ganz oben zu stehen." Das Finale gegen den HTHC oder Großflottbek/Düsseldorfer HC wird zeigen, ob sich dieser Wunsch erfüllt. Doch eines ist klar: Der MHC reist nach Bonn mit dem festen Vorsatz, alles zu geben und den Deutschen Meistertitel zu holen.