Messi-blamage kostet vancouver 283.000 euro strafe

Ein Gericht, ein Vergleich, eine saftige Summe – und mittendrin ein Name, der nie hätte auftauchen dürfen: Lionel Messi. Die Vancouver Whitecaps und die Major League Soccer müssen gemeinsam450.000 kanadische Dollar (rund 283.000 Euro) zahlen, weil sie beim Ticketverkauf für ein Spiel gegen Inter Miami am 25. Mai 2024 mit Stars geworben haben, die am Ende einfach nicht gespielt haben. Das Oberste Gericht der kanadischen Provinz British Columbia hat einem entsprechenden Vergleich in einer Sammelklage zugestimmt.

Was damals wirklich passierte

Der damalige Inter-Miami-Trainer Gerardo Martino entschied kurz vor dem Spiel, Messi, Luis Suárez und Sergio Busquets zu schonen. Mehr als 50.000 Fans hatten ihre Tickets längst gekauft – angelockt von Werbematerial, das genau diese Stars in den Vordergrund stellte. Als die Nachricht von den Ausfällen bekannt wurde, versuchten die Whitecaps den Schaden zu begrenzen: 50 Prozent Rabatt auf Speisen und Getränke im Stadion. Ein schwacher Trost für alle, die wegen Messi angereist waren.

Die Kläger warfen dem Klub und der Liga vor, gezielt irreführende Erwartungen geweckt zu haben. Vancouver und die MLS bestritten zwar jede Haftung, setzten sich aber im Mai 2025 an den Verhandlungstisch. Das Ergebnis liegt jetzt schwarz auf weiß vor.

Das geld geht nicht an die fans

Das geld geht nicht an die fans

Nach Abzug der Anwaltskosten fließen die Mittel zu gleichen Teilen an drei gemeinnützige Organisationen: KidSport BC, Canada SCORES und BGC South Coast BC. Die enttäuschten Fans selbst sehen keinen Cent. Der Klub bestätigte den Vorgang mit einer knappen Erklärung: „Die Einigung wird gemäß den Bestimmungen der Vergleichsvereinbarung umgesetzt.