Messi hätte rot sehen müssen: schiedsrichter-experte ist fassungslos

Lionel Messi, der Held des argentinischen WM-Sieges, hätte im Grunde genommen schon in der ersten Halbzeit vom Platz fliegen müssen. Diese Ansicht vertritt Patrick Ittrich, ein Bundesliga-Schiedsrichter, und sorgt für Gesprächsstoff.

Ein foul, das hätte bestraft werden müssen

Ein foul, das hätte bestraft werden müssen

Im Spiel gegen Algerien (3:0) verletzte Messi den algerischen Kapitän Aissa Mandi mit einer offenen Sohle. Während Messi mit drei Toren – darunter zwei, die ihn in die Rekordlisten der WM-Torschützen gleich neben Miroslav Klose katapultierten – den Sieg besiegelte, sieht Ittrich die Situation anders. "Für mich ist das eine Rote Karte", erklärte er im "MagentaTV". Er verweist auf zahlreiche Beispiele aus der Bundesliga, wo ein solches Foul mit einem Platzverweis geahndet wurde.

Es sei irrelevant, ob Messi die Aktion nicht gewollt habe. „Das ist kein Grund, um auf eine Rote Karte zu verzichten“, betont Ittrich. Die Situation, in der Messi Mandi traf, erfüllte zwei von drei Kriterien für eine harte Entscheidung: die fehlende Chance, den Ball zu spielen, und das ungünstige Trefferbild. Lediglich die Dynamik fehlte, um den Videoassistenten zu einer Intervention zu bewegen.

Ein Messi-Bonus? Ittrich schließt dies kategorisch aus: „Ich bin immer vorsichtig mit solchen Aussagen, da wir Schiedsrichter immer nach bestem Wissen und Gewissen handeln.“ Er glaubt, dass der Schiedsrichter aufgrund der Unerwartetheit des Fouls möglicherweise kurz abgelenkt war, was zu der milden Entscheidung führte. Der Videoassistent griff nicht ein, weil er keinen Befehl von oben erhielt, Messi zu bevorzugen.

Die frühe Hinzuziehung der roten Karte hätte das Spielgeschehen maßgeblich beeinflusst. Es hätte das Spiel für Argentinien deutlich erschwert und Algerien eine Chance auf ein überraschendes Ergebnis geboten. Ob die Entscheidung des Schiedsrichters korrekt war, wird noch diskutiert, doch die Meinung von Patrick Ittrich zeigt deutlich, dass Messis Gala-Auftritt auf Kosten eines möglicherweise faulen Fouls stattfand.