Merino kämpft um wm-ticket: arteta sieht ihn schon in kanada
Die Hoffnung stirbt zuletzt – und im Fall von Mikel Merino scheint sie gerade wieder aufzuleben. Aus dem Arsenal und der spanischen Nationalmannschaft sickert durch: Der zentrale Mittelfeldspieler könnte doch noch zur WM 2026 gehören. Eine komplizierte Fraktur des rechten Fußes hatte seine Teilnahme lange in Frage gestellt, doch nun zeichnet sich ein überraschend schneller Genesungsprozess ab.

Artetas lob: ein kämpfer vor dem herrn
Coach Mikel Arteta vom Arsenal hält Merino für einen „großen Beispiel für das Überwinden aller Hindernisse“. Die Beseitigung der Schutzschiene und die bereits jetzt durchgeführten Übungen deuten auf eine positive Entwicklung hin. Arteta betonte, Merino habe „sehr gut auf die Operation reagiert und keine Schmerzen“. Die Worte des Trainers sind ein starkes Signal, denn er kennt Merino bestens und schätzt seinen unbedingten Siegeswillen.
Die medizinischen Checks verlaufen vielversprechend, und bereits im Mai könnte Merino wieder ins Training einsteigen. Das ist eine erhebliche Beschleunigung gegenüber den ursprünglichen Schätzungen. Luis de la Fuente, der spanische Nationaltrainer, hat Merino stets auf dem Radar und hält ihn für einen wichtigen Faktor für seine taktischen Überlegungen. Seine ständige Kommunikation mit dem Spieler zeigt, wie wichtig Merino für seine Pläne ist – eine Botschaft, die der Coach frühzeitig klarstellte: „Tranquilo, te vamos a esperar“ (Bleib ruhig, wir warten auf dich).
Seine Vielseitigkeit macht Merino so wertvoll. Er ist nicht nur zweitbester Torschütze in Luis de la Fuentes Ära (mit 10 Treffern hinter Mikel Oyarzabal), sondern überzeugt auch durch sein starkes Kopfballspiel, seine Pressingfähigkeiten und seine Führungsqualitäten. Für Spanien ist er ein zentraler Spieler, der in der Lage ist, das Spiel zu lenken und in beiden Strafräumen eine wichtige Rolle zu spielen. Seine Erfahrung und sein Einsatzwille sind unbezahlbar.
Nachdem er von Luis Enrique nach der Niederlage gegen Schweden 2021 aus dem Kader gestrichen wurde und auch die WM in Katar verpasste, winkt Merino nun die Chance, sein erstes großes Turnier im Trikot der spanischen Nationalmannschaft zu erleben. Die Debüt-WM in den USA, Kanada und Mexiko könnte für den 28-Jährigen ein neues Kapitel in seiner Karriere aufschlagen.
Die Veröffentlichung des zweiten Trikots der spanischen Nationalmannschaft für die WM mit Merino als einer der Gesichter sorgte zusätzlich für Aufsehen. Es deutet darauf hin, dass die Verantwortlichen fest mit ihm rechnen. Ob es letztendlich für einen Platz im endgültigen Kader reicht, wird die kommende Woche zeigen. Doch eines ist sicher: Mikel Merino wird alles daran setzen, seinen Traum von der WM zu verwirklichen.
