Mérida feiert ersten wimbledon-sieg – haarschnitt als glücksbringer?

Ein überraschend früher Erfolg für Dani Mérida bei Wimbledon: Der Spanier sicherte sich gestern seinen ersten Sieg auf dem Rasenplatz, wenn auch unter ungewöhnlichen Umständen. Der junge Mann, der normalerweise in Alicante lebt, profitierte vom Ausscheiden seines Gegners Camilo Ugo Carabelli.

Ein glücklicher sieg im vierten satz

Ein glücklicher sieg im vierten satz

Die Partie gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Carabelli ging in den ersten beiden Sätzen mit 4:6 und 3:6 als Sieger hervor. Doch Mérida zeigte im dritten Satz eine beeindruckende Aufholjagd und gewann diesen mit 6:2. Die Entscheidung sollte jedoch im vierten Satz fallen, als Carabelli verletzungsbedingt aufgeben musste, als Mérida bereits mit 3:0 führte. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Mérida, aktuell auf Platz 84 der Weltrangliste, kann nun auf ein Duell mit dem Sieger zwischen Daniil Medvedev und Marin Cilic hoffen. Es bleibt abzuwarten, ob er seine Form halten kann. Das Spiel gegen Carabelli offenbarte jedoch, dass er sich gut auf die ungewohnte Rasenoberfläche eingestellt hat.

Ein ungewöhnlicher Glücksbringer: Was viele Fans und Beobachter aufmerksam gemacht hat, ist der radikale Haarschnitt des 23-Jährigen. Nach einer längeren Phase mit blonden Haaren entschied sich Mérida für eine Glatze. Ob dieser neue Look ihm tatsächlich Glück bringt, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Einzig ein Auftritt in der Vorrunde des Queen’s Club Championships, in dem er gegen Martin Damm verlor, steht bisher in seiner Bilanz auf Rasen.

Die Tatsache, dass er sich nun durchsetzen konnte, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass er bereit ist, Wimbledon zu bezwingen. Seine bisherige Erfahrung auf Rasen war zwar begrenzt, aber seine Leistung gestern zeigt, dass er das Potenzial hat, eine Überraschung zu schaffen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie er sich gegen die Top-Spieler schlagen wird.