Mercado fällt mit kreuzbandriss aus – sevilla in der krise
Der erste Neuzugang des FC Sevilla für die kommende Saison liegt bereits auf der Behandlungsbank. Patrik Mercado, der ecuadorianische Mittelfeldspieler von Independiente del Valle, hat sich im Ligaspiel gegen Técnico Universitario schwer am rechten Knie verletzt – und die Diagnose ist brutal: Riss des vorderen Kreuzbandes sowie Schaden am medialen Meniskus, verursacht durch einen erzwungenen Valgusstress mit Rotation. Sechs Monate Pause sind das Minimum. Wahrscheinlich mehr.
Die bilder sagten alles
Mercado sprang, landete unglücklich, und dann kam dieser Moment, den kein Fußballer je erleben möchte. Das Knie gab nach. Der Spieler wurde weinend auf einer Trage vom Platz getragen – Szenen, die sofort die schlimmsten Befürchtungen weckten. Die anschließenden medizinischen Untersuchungen bestätigten das Befürchtete. Kein Muskelfaserriss, kein Bluterguss. Ein vollständiger Kreuzbandriss, kombiniert mit einem Meniskusschaden.

Sevilla hatte den transfer schon in trockenen tüchern
Ende Februar hatte der Verein aus Nervión eine grundsätzliche Einigung über den Erwerb der Federativrechte des 22-Jährigen bekanntgegeben. Der Plan war klar: Mercado sollte nach der WM 2026 – offizieller Transfertermin war der 1. Juli – ins Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán wechseln und dort frisch in die Vorbereitung einsteigen. Daraus wird nun nichts. Selbst wenn der Wechsel wie geplant vollzogen wird, fehlt er in der gesamten Saisonvorbereitung.

Ein verein, der gerade auf allen ebenen brennt
Das Timing könnte kaum schlechter sein. Sevilla hat gerade erst Trainer Almeyda entlassen, kämpft weiterhin gegen den Abstieg und steht möglicherweise vor einem Vereinsverkauf. Die sportliche Planung für die neue Saison hängt in der Luft. Und jetzt das: Der einzige bestätigte Neuzugang fällt aus, bevor er auch nur einen Fuß in die Stadt gesetzt hat.
Mercado war kein Lückenbüßer. Er galt als Baustein für den Neuaufbau, als junges Talent mit Perspektive. Ob der Transfer unter diesen Umständen überhaupt noch vollzogen wird, ist offen. Einen verletzten Spieler für viel Geld zu verpflichten, der monatelang nicht spielen kann – das ist eine Entscheidung, die intern heiß diskutiert werden dürfte. Sevilla zahlt gerade den Preis für eine Kaderplanung, die auf Hoffnung statt auf Substanz gebaut war.
