Mengin kämpft sich zurück: biathlon-star überwindet autoimmun-schock
Amandine Mengin, französischer Biathlon-Star, hat ein Jahr voller persönlicher Herausforderungen hinter sich. Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis im Mai 2025 traf die junge Athletin unerwartet und stellte ihre Karriere vor eine Zäsur. Doch Mengin gab nicht auf und kämpfte sich zurück an die Spitze.
Ein schock für die junge französin
„Als ich meine Blutwerte überprüfen ließ, stellten sie eine Schilddrüsenstörung mit alarmierenden Werten fest“, berichtete Mengin im „Nordic Magazine“. Die Diagnose Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bedeutete für die damals 21-Jährige einen Schock. Die Folgen waren gravierend: Wassereinlagerungen führten zu einem Gewichtszuwachs von neun Kilogramm, das Training ließ nach und das Selbstvertrauen schwand. „Es ist einfach scheiße!“, fasste Mengin ihre Gefühle zusammen. Die hormonellen Veränderungen und die ständige Erschöpfung machten die Situation zusätzlich belastend.

Der weg zurück ins rampenlicht
Die Behandlung schlug zwar an, doch die Zweifel nagten an Mengin. „Ich habe jegliches Vertrauen in mich selbst verloren“, gestand sie. Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit war auf dem Tiefpunkt. Aber Mengin weigerte sich, aufzugeben. Sie arbeitete hart an ihrer Genesung und konzentrierte sich auf ihr Ziel: die Rückkehr an die Spitze des Biathlonsports.
Und sie war erfolgreich. Im Winter 2025/2026 gewann sie ein Rennen, erreichte mehrere Podestplätze und sicherte sich die kleine Kristallkugel im IBU-Cup. Drei „Flower Ceremonies“ bei den Europameisterschaften sowie zwei Top-30-Ergebnisse im Weltcup zeugen von ihrer beeindruckenden Leistungssteigerung. Ein bemerkenswerter Erfolg, wenn man bedenkt, welche Hindernisse sie überwinden musste.
Während Mengin kämpfte, gab ein anderer deutscher Biathlet, Johannes Kühn, nach 24 Jahren und über 200 Weltcup-Rennen seinen Rücktritt bekannt. Und es gab eine Überraschung im Trainerbereich: Chabloz bleibt Schweden erhalten und wird künftig mit Talenten dort arbeiten. Doch Mengins Geschichte zeigt: Auch nach schweren Schlägen ist es möglich, wieder aufzustehen und seine Ziele zu verfolgen.
Die Faszination des Biathlonsports liegt oft in der Widerstandsfähigkeit der Athleten, in ihrer Fähigkeit, Rückschläge zu überwinden und immer wieder neue Kraft zu schöpfen. Mengins Kampf gegen die Krankheit ist ein Beweis dafür.
