Meisterträume zerplatzen: rapid und austria patzen!
Ein Sonntag der Enttäuschung für die Wiener Fußball-Traditionsvereine Rapid und Austria Wien. Im ferienhaften Kampf um die Meistertitel in der Meistergruppe haben beide Klubs kräftige Rückschläge erlitten, die ihre Hoffnungen auf den Titelgewinn zumindest in der Hinrunde stark trüben.
Die knipser-krise bei rapid
Rapid Wien musste sich Hartberg mit 2:2 geschlagen geben. Ein Resultat, das angesichts der gezeigten Leistung zu wenig ist. Johannes Hoff Thorup, der Trainer der Grün-Weißen, suchte nach einer Erklärung und fand eine klare Formulierung: „Das Ergebnis ist nicht gut genug, die Leistung war mehr als in Ordnung.“ Seine Worte spiegeln die Frustration wider, die in der Mannschaft herrschen muss. Kapitän Matthias Seidl stimmte zu: „Wir haben alles reingehaut, aber ein Sieg wäre schon schön gewesen.“ Die Hütteldorfer müssen sich kommenden Mittwoch im Rückspiel gegen Hartberg unbedingt steigern, um die Scharte auszuwetzen. Seidl weiß, worauf es ankommt: „Noch genauer im letzten Drittel sein, noch präzisere Flanken und mehr Spieler in die Box bringen.“

Austria wien im angsthasen-modus
Noch bitterer war die Heimniederlage der Austria Wien gegen Salzburg mit 1:3. Manfred Fischer, der Kapitän der Veilchen, sprach Klartext: „Es war einfach zu schlecht, das muss man ganz ehrlich sagen.“ Besonders die erste Halbzeit bereitete ihm Kopfzerbrechen: „Gefühlt war es Angsthasen-Fußball. Wir verstecken uns vor den Bällen, keiner will angespielt werden.“ Nur nach der Pause zeigte die Austria Wien, was in ihr steckt. Aleksandar Dragovic betonte, wie knapp die Entscheidung ausging: „Wir haben die Tausendprozentige mit Abu (Abubakr Barry) vergeben, Salzburg hat einen Schuss gehabt und damit das 3:1 gemacht. So ist der Fußball.“
Stephan Heldt, Sportdirektor der Austria, sieht tieferliegende Ursachen für die schwache Leistung: „Wir nehmen uns sehr viel vor und bringen unsere PS dann gar nicht auf die Straße.“ Die Veilchen müssen dringend an ihrer Konstanz arbeiten, wenn sie in der Meistergruppe noch eine Rolle spielen wollen. Die Tatsache, dass sie nach der Pause besser agierten, macht die verlorene erste Hälfte umso ärgerlicher. Die Punkteverluste von Rapid und Austria lassen den amtierenden Champion Salzburg komfortabel enteilen und verleihen dem Titelkampf eine neue Dynamik.
Die Meistergruppe hat sich nun deutlich zugespitzt. Salzburg, mit einem soliden Vorsprung, scheint den Titel bereits fest im Griff zu haben. Für Rapid und Austria gilt es, sich neu zu fokussieren und ihre Leistung zu steigern, um nicht endgültig den Anschluss zu verlieren.
