Medvedev verliert die nerven: raketen-wut in monte carlo!
Ein Auftritt zum Vergessen für Daniil Medvedev in Monte Carlo. Der Weltranglisten-Zweite kassierte eine deutliche Niederlage gegen Matteo Berrettini und verfiel dabei einem regelrechten Wutausbruch, der die Zuschauer schockierte und das Spiel in den Schatten stellte.

Die eskalation im zweiten satz
Schon der erste Satz war eine Demütigung für Medvedev: 6:0 hieß es gegen Berrettini. Doch der zweite Durchgang sollte die eigentliche Katastrophe werden. Nach einem frühen Break für den Italiener stand es 6:0, 2:0 – und Medvedev schien den Stecker ziehen zu lassen. Ein verfehlter Vorhandschlag löste dann die Flut der Emotionen aus.
Sechs Mal schleuderte Medvedev seine Rakete wütend auf den Platz, begleitet von den kaum zu unterdrückenden „Olé“-Rufen des Publikums. Die Geste der Verzweiflung gipfelte darin, dass er die zerstörte Schlägerreste direkt in den Mülleimer am Spielfeldrand warf – eine Szene, die für die Augen der Zuschauer surreal wirkte. Der Stuhlschiedsrichter konnte nichts anderes tun, als Medvedev zu verwarnen.
Berrettini nutzte die Situation, um das Spiel souverän zu Ende zu spielen. Die Partie endete mit einem 6:0, 6:0-Erfolg für den Italiener – eine historische Niederlage für Medvedev, die ihm bisher noch nie widerfahren ist. Die Zuschauer quittierten den enttäuschenden Auftritt mit einem lauten Pfiff.
Was diese Vorstellung für Medvedev bedeutet, bleibt abzuwarten. Die fehlende Kontrolle über seine Emotionen wirft Fragen nach seiner mentalen Stabilität auf, insbesondere vor den anstehenden French Open. Berrettini hingegen demonstrierte eine beeindruckende Souveränität und ist nun ein ernstzunehmender Kandidat für den Titel in Monte Carlo. Die Frage ist nicht, ob Medvedev seine Nerven wieder in den Griff bekommt, sondern ob er aus diesem Debakel die richtigen Lehren ziehen kann.
