Mcdaniels hält denver auf – und provoziert jokic!
Minneapolis – Jaden McDaniels hat in Spiel fünf der NBA-Playoff-Serie gegen die Denver Nuggets geradezu eine Defensiv-Demonstration gegeben. Nicht nur, dass er Jamal Murray und Co. herrlich zur Verzweiflung trieb, sondern er entfachte auch eine hitzige Rivalität mit Nikola Jokic, die die Serie zu einem echten Duell der Giganten macht. Die Timberwolves, dezimiert um Anthony Edwards, brauchen diesen Kampfgeist, um die Chance auf den Einzug in die nächste Runde zu wahren.
Die geheimwaffe der timberwolves: mcdaniels' verteidigung
Während die Experten noch über die vermeintlichen Schwächen in der Nuggets-Defense diskutierten, zeigte Jaden McDaniels, wie man sie ausnutzt. Seine aggressive Verteidigung gegen Murray und Jokic zwang Denver, seine gewohnten Spielzüge zu überdenken. McDaniels ließ keinen Raum und zwang seine Gegenspieler zu schwierigen Würfen. Und er sprach Tacheles: Nach dem Sieg in Spiel zwei nannte er öffentlich fast die gesamte Rotation der Nuggets „schlechte Verteidiger“. Ein Risiko, das sich aber auszahlt.
„Jetzt musst du sie mit Taten unterfüttern“, mahnte Coach Chris Finch seinen Forward vor Spiel drei. McDaniels verstand die Botschaft und lieferte ab. Er attackierte die Zone, zwang Jokic, sich an den Rändern des Feldes zu positionieren, wo er weniger Gefahr ausüben kann. Ein taktischer Schachzug, der Früchte trug. Denn wer Jokic aus dem Konzept bringt, schwächt die gesamte Nuggets-Offensive.
Doch McDaniels ist mehr als nur ein Verteidiger. Seine acht Treffer innerhalb der Dreierlinie zeugen von seiner wachsenden Offensivstärke. Und er versteht es, seine Teamkollegen in Szene zu setzen. Rudy Gobert und McDaniels bilden gemeinsam eine Mauer, die Denvers Top-Scorern das Leben schwer macht.

Scottie pippen lässt grüßen: mcdaniels' einzigartige mischung
Schon Coach Finch erkannte vor einigen Jahren das außergewöhnliche Talent von McDaniels: „Was er am defensiven Ende des Feldes macht, ist besonders, so besonders wie das, was Anthony Edwards offensiv kann.“ Er sah in ihm das Potenzial, eines Tages an die Klasse von Scottie Pippen heranzureichen. Und tatsächlich erinnert McDaniels’ Spielweise an den legendären Chicago Bulls-Star – seine Länge, seine Agilität und seine Fähigkeit, den Gegner zu irritieren, sind beeindruckend.
Die Rivalität mit Jokic geht über das Spielfeld hinaus. McDaniels’ provokante Gesten nach Spiel vier – er ließ den Ball unter Denvers Korb durchsickern, als die Zeit bereits abgelaufen war – zeigten, dass er den Kampf genießt. Und er macht sich keine Sorgen um die Pfiffe und Buhrufe der Denver-Fans. „Alle hassen mich, ich liebe es“, sagt er grinsend.
Die Timberwolves stehen vor einer gewaltigen Aufgabe. Ohne Edwards und DiVincenzo müssen sie ihre Defense in den Himmel stemmen. Aber mit Jaden McDaniels in Topform und dem unbändigen Willen, die Nuggets zu besiegen, ist alles möglich. Denn ein guter Verteidiger lauert dort, wo andere nur Angriff sehen.
