Blomberg entzaubert thüringen, bvb wackelt: play-off-start mit vorentscheidungen

Erster Tag, erste Lehre: Nur wer vorlegt, bleibt im Titelrennen. Die HSG Blomberg-Lippe schickte den Thüringer HC mit 31:25 nach Hause, Borussia Dortmund knöpfte sich die HSG Bensheim/Auerbach mit 34:32 vor. Die Serie ist auf 1:0 gestellt – und der Druck jetzt auf den Verfolgern.

Blomberg liefert die machtdemonstration

Nieke Kühne ließ die Kugel knacken, nicht klatschen. Sieben Treffer, jeder ein Statement. Der THC hielt in der SAP-Arena nur zehn Minuten mit, dann riss der Faden. Reicherts sechs Tore reichten nicht, um die Abwehrlöcher zu stopfen. Herbert Müller schickte seine Mädels mit hängenden Köpfen in die Kabine – sie wissen: am 3. Mai in Bad Langensalza muss alles anders werden, sonst ist die Saustall-Serie vorbei.

Dortmund zittert sich zum heimvorteil

Dortmund zittert sich zum heimvorteil

Im Westfalendampf ging’s hin und her. 18:17 zur Pause, dann ein Fünf-Tore-Lauf des BVB. Deborah Lassource traf achtmal, ließ ihre französische Coolness sprechen. Die Flames schlugen zurück, kamen bis auf 32:31 heran, doch der letzte Pumpball landete im Block. Zwei Tore Vorsprung – kaum Polster, aber ein gutes Omen für die Auswärtsaufgabe in Bensheim.

Auswärtsfahrplan in den platzierungsplay-offs

Auswärtsfahrplan in den platzierungsplay-offs

Während oben die Kracher knallten, sorgten die Gäste in der 5-11-Zone für klare Verhältnisse. Buxtehude schlug Neckarsulm 32:24, Göppingen entführte zwei Punkte aus Metzingen (33:29). Nur Oldenburg brach den Trend: 35:33 gegen Halle-Neustadt – Marie Steffen und Joanna Granicka erzielten zusammen 15 Treffer und katapultierten den VfL an die Spitze des kleinen Feldes.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer jetzt zögert, fliegt raus. Am Donnerstag droht dem THC die Schwimmweste, am Sonntag könnte Bensheim die Koffer packen müssen. Die Play-offs haben erst begonnen – und entscheiden sich schon jetzt im Kopf.